Elfmal tagte der Bauausschuss Klinikum in diesem Jahr. In jeder Kreistagssitzung wurde - wie schon seit nunmehr fünf Jahren - über den Baufortschritt berichtet. Hierbei waren stets positive Nachrichten zu hören: Kosten- und Zeitrahmen würden eingehalten. Der Ersatzneubau für das Helmut-G.-Walther-Klinikum ist mit 116,6 Millionen Euro veranschlagt. Den größten Teil davon trägt der Freistaat Bayern. Der Landkreis Lichtenfels wird sich mit einem Eigenanteil von rund 17,7 Millionen Euro daran beteiligen. Auch wenn das Krankenhaus unter Trägerschaft von Regiomed steht, möchte man den kommunalen Einfluss wahren.
Bei einem Bürgerforum im Juli auf der Baustelle waren bereits Einblicke in Patientenzimmer möglich. Zum Jahresende konzentrierten sich die Beteiligten auf eine rechtzeitige Fertigstellung bis zum Frühjahr. "Wir biegen auf die Zielgerade ein", sagte Landrat Christian Meißner (CSU) in der Jahresschlusssitzung des Kreistags.
Der Umzug vom Bestandsgebäude in das neue Haus ist für Juni terminiert und wird eine der großen Herausforderungen des nächsten Jahres.
Für die Nachnutzung des Altbaus zeichnen sich verschiedene Optionen ab. Eine größere Fläche ist für eine Hospizstation vorgesehen, wie bekanntgegeben wurde. Raumbedarf könnte es auch durch die Regiomed Medical School geben. In Zusammenarbeit mit der Universität der kroatischen Stadt Split sollen Ärzte für die Region ausgebildet werden. Nach drei Auslandsjahren werden die Studenten ihre Kenntnisse an Regiomed-Kliniken vertiefen.
Die Teilnehmer des ersten Jahrgangs werden 2019 zurückerwartet. Im September 2017 wurde mit 30 jungen Leuten bereits der zweite Jahrgang der Medical School nach Split entsendet. Die Nachnutzung und Gestaltung des Areals rund um das Klinikum ist auch eine Frage der Stadtentwicklung.