Andreas Kümmert gewann im Dezember 2013 die Casting-Show The Voice of Germany. Der Unterfranke siegte mit überwältigender Mehrheit - obwohl er das gar nicht wollte. Nur ein paar Auftritte im Fernsehen wollte der Vollblutmusiker absolvieren, um etwas bekannter zu werden. Das Publikum wollte es jedoch anders und nun tourt der 27-Jährige durch Deutschland, um sein neues Album "Here I am" vorzustellen. Dabei macht er am 12. April, um 20 Uhr, Station in der Lichtenfelser Stadthalle. Dem Fränkischen Tag stand er Rede und Antwort.

Wie hat sich Ihr Alltag nach The Voice verändert?
Andreas Kümmert: Mein Alltag hat sich eigentlich kaum verändert. Ich bin zwar mehr unterwegs und mache mehr Promo, aber Musik gemacht und Konzerte gegeben habe ich davor auch immer.

Finden sich viele neue, vielleicht auch falsche Freunde , wenn man so berühmt ist?
Sowas kam auf jeden Fall vor. Zum Beispiel haben sich Leute gemeldet, mit denen ich in die Grundschule gegangen bin, von denen ich aber seither nichts mehr gehört hatte.
Max Herre war Ihr Tutor bei The Voice, in wiefern konnte er Sie nach dem Sieg weiter unterstützen?
Max war an der kompletten Albumproduktion beteiligt. Außerdem war er für Fragen auch immer am Telefon verfügbar.

Das war dann also eher auf geschäftlicher Basis?
Ja, aber auch privat haben wir ein paar Mal telefoniert, wenn ich vor Situationen stand, die für mich ungewohnt waren, hat er mir immer Ratschläge gegeben.

Sie hatten vor The Voice schon mehrere Alben rausgebracht. Was ist an dem neuen jetzt anders?
Ich konnte mich beim neuen Album weniger ausleben als vorher. Davor habe ich alle Songs selbst geschrieben, jetzt ist das im Team passiert, unter anderem auch mit Max Herre. Auch das Budget ist jetzt ein ganz anderes - für die Produktion und die Promo.

Wie sahen die Vorbereitungen für diese erste richtig große Tour aus?
Naja, vorher war ich bei meinen Auftritten alleine. Ich hatte nur bei 40 Prozent der Konzerte eine Band dabei. Jetzt spiele ich immer mit Band und habe auch Background-Sänger. Da sehen die Proben natürlich anders aus. Aber wir bestimmen selber, wie die Show aussieht.

Werden Sie auch Songs von früher spielen oder wird nur das neue Album gespielt?
Wir spielen viele alte Stücke und ein paar neue.

In acht Tagen haben Sie einen Auftritt in Lichtenfels. Waren Sie schon mal da?
Hmm... Ich glaube nicht. Nein.

Was wissen Sie von Lichtenfels?
Um ehrlich zu sein, habe ich gar keine Ahnung von Lichtenfels.

Sie gelten als sehr bodenständig. Sind Sie auch heimatverbunden?
Auf jeden Fall. Ich bin in Gemünden am Main groß geworden und wohne immer noch da. Mir gefallen die Wälder, die Natur, die Menschen. Auch wenn ich vor The Voice dort nicht so angesehen war. Das ist auch etwas, das sich verändert hat. Jetzt werde ich immer gegrüßt.

Die Tickets in Lichtenfels kosten jetzt 37 Euro. Wie viel hat der Eintritt zu Ihren Konzerten vor The Voice gekostet?
Das ist ganz unterschiedlich gewesen. Ich habe und hatte auch früher nicht viel mit den Ticketkosten zu tun. Die Preise werden vom Veranstalter gemacht. Aber vor The Voice haben meine Konzerte - so grob geschätzt - zwischen sieben und 20 Euro Eintritt gekostet.

Apropos The Voice: Werden Sie sich die neue Staffel anschauen?
Um ehrlich zu sein, habe ich mir auch vorher die Sendung nie angeschaut.Ich bin auch kein großer TV-Schauer, aber ab und zu werde ich bestimmt reinschauen, weil es doch was anderes ist, wenn man weiß, wie es hinter den Kulissen zugeht.

Das Interview führte Jennifer Hauser

Wer nun Lust auf das Konzert von Andreas Kümmert bekommen hat, kann bei uns Tickets für seine Show in Lichtenfels am 12. April 2014 gewinnen. Wir verlosen drei mal je zwei Karten. Um mitzumachen, schreiben Sie einfach eine Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse an leserreporter@infranken.de, Betreff "Andreas Kümmert". Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 6. April, 24 Uhr. Wir wünschen viel Glück!