Auf einem verkehrsgünstig gelegenen, 5500 Quadratmeter großen Grundstück am Äußeren Frankenring entsteht in den nächsten sechs Monaten der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post. Der Zweckbau in Stahlstützenbauweise wird auf einer Grundfläche von rund 870 Quadratmetern errichtet. In diesem Funktionsgebäude werden die beiden bisherigen Zustellbezirke Bad Staffelstein und Ebensfeld zusammengeführt und erweitert, so dass auch Teile des Itzgrundes von hier aus bedient werden können.

Bis zu 25 000 Briefe täglich

Rund 35 Postmitarbeiter werden vom neuen Zustellstützpunkt Bad Staffelstein aus die Briefe, Päckchen und Pakete zu den Empfängern im Gebiet zwischen Zapfendorf und Großheirath bringen. Täglich seien das im Durchschnitt 20 000 bis 25 000 im Bamberger Briefzentrum vorsortierte Sendungen sowie 1800 bis 2000 Pakete, sagt Micha Jahreiß, der Post-Betriebsleiter für die Region Lichtenfels/Bamberg. Der Neubau sei deshalb notwendig geworden, weil die bestehenden Stützpunkte Bad Staffelstein und Ebensfeld inzwischen aus allen Nähten platzten.

Beengte Verhältnisse

Die beiden Post-Teamleiter Alexander Dorsch (Bad Staffelstein) und Bernd Schnitzer (Ebensfeld) bestätigen dies: Momentan herrsche in den Altbauten großer Platzmangel - sowohl in der Staffelsteiner Bahnhofstraße als auch in der Ebensfelder Hadergasse. Um den laufenden Betrieb aufrecht erhalten zu können, sagen sie, werde viel Zeit allein für das Umrangieren der Fahrzeuge benötigt. Das werde in Zukunft wegfallen. Sie und ihre Mitarbeiter freuen sich deshalb schon sehr auf den Einzug in das neue Gebäude.

Mit der der Fertigstellung des Zustellstützpunktes ist im Juli oder August zu rechnen, sagt Thomas Janka von der BTB Generalbau-GmbH aus Breitengüßbach, dem Investor, der das Gebäude im Auftrag der Post bauen und den Flachbau schlüsselfertig übergeben wird.

Eine Innovation: Am neuen Gebäude werden die erforderlichen Ladestationen für die Elektrofahrzeuge der Postzusteller installiert.

Postfiliale bleibt erhalten

Der Zustellstützpunkt arbeitet unabhängig von der Staffelsteiner Postfiliale in der Bahnhofstraße, die weiterhin für die Kunden da sein wird.

Was das Gebäude kosten wird, darüber hüllt sich die Post in Schweigen. "Investitionssummen werden nicht kommuniziert", erklärt Brigitte Ullrich, Regionale Politikbeauftragte der Deutschen Post.

Bad Staffelsteins Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich (CSU) freut sich darüber, dass die Post das Grundstück neben der früheren Porzellanfabrik am Äußeren Frankenring auswählte. Für Bad Staffelstein sei das eine Aufwertung.