Ein unglaublich bewegtes Jahr liegt hinter Zapfendorf. Nach 2014 war auch 2015 vollgepackt mit wichtigen Entscheidungen, guten Entwicklungen, aber eben auch Dingen, auf die mit Sicherheit die meisten gerne verzichtet hätten. Bürgermeister Volker Dittrich (Alternative für Zapfendorf) ließ das Wichtigste - von der Bahnbaustelle bis zur Einwohnerzahl - in der Jahresabschlusssitzung des Gemeinderats Revue passieren.

5101 Einwohner hatte Zapfendorf am 15. Dezember. Zu dieser Zahl trügen auch die in Zapfendorf und Unterleiterbach untergebrachten Flüchtlinge bei, sagte Dittrich. Insgesamt sei die Entwicklung aber ohnehin erfreulich. 56 Geburten konnte Zapfendorf verzeichnen, in 2013 und 2014 waren es nur 35 beziehungsweise 39. Somit gab es knapp mehr Geburten als Sterbefälle. Ebenso stieg die Zahl der Bauanträge, von 35 in 2014 auf 59 in 2015. Durch die wachsende Einwohnerzahl, aber auch durch eine Tilgung von rund 240 000 Euro sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung in Zapfendorf von 494 auf 440 Euro, insgesamt hat die Gemeinde 2,24 Millionen Euro Schulden.
Selbstverständlich durften in Dittrichs Jahresrückblick auch wichtige Projekte nicht fehlen. Viel investiert wurde erneut in die Dorferneuerung Oberleiterbach (128 000 Euro) und in die Abwasserbeseitigung (106 000 Euro).
Größter Punkt bei den Ausgaben ist die schon erwähnte Schuldentilgung.


In 36 Sitzungen wurde über die Bahn gesprochen

Ein großes Thema war einmal mehr die Bahn. In vielen Sitzungen, insgesamt 36, davon 18 Vollsitzungen des Gemeinderats, waren Entscheidungen zum weiteren Vorgehen zu treffen, auch diverse Anträge aus den Fraktionen, die insbesondere das Verkehrskonzept im Jahr 2016 betreffen. In die Zukunft gerichtet ist das Spielplatzkonzept der Gemeinde, das in den kommenden Jahren nach und nach umgesetzt werden soll. Ebenfalls 2016 wird der Breitbandausbau eine Rolle spielen. Nachdem im Hauptort Zapfendorf die Telekom eigenverantwortlich ausbaut, wird sich dieser Prozess aber bis ins Jahr 2017 ziehen.


Zeit ohne Bürgermeister

Nicht außen vor bleiben durfte die "Bürgermeister-lose" Zeit in Zapfendorf. Ohne die tatkräftige Mitarbeit von vielen wäre es nicht möglich gewesen, die Gemeinde auf Kurs zu halten, sagte Dittrich. "Angefangen bei der Situation mit dem Bürgermeisteramt, dem ICE-Bauvorhaben, den Asylbewerbern - um nur einiges zu nennen - war es erneut ein arbeitsreiches und hartes Jahr mit vielen Problemen und Schwierigkeiten", bilanzierte Dittrich. "Für alles, was in diesem zurückliegenden Jahr und in meiner fast fünfmonatigen Dienstzeit geleistet und erreicht wurde, und für die Unterstützung, die ich bekommen habe, bedanke ich mich herzlichst."