"In unserer Version hat es einen leichten Bossa-Groove", versprach Moderatorin Lisa Bormann vor dem Auftritt der Bigband mit "First Noel". Die Bigband (Leitung: Iris Arnal) fiel beim Weihnachtskonzert des Meranier-Gymnasiums am vergangenen Montag in der Martin-Luther-Kirche durch ihre große und gut gemischte Besetzung sowie durch ihre Qualität auf. Denn nicht nur das Weihnachtslied "First Noel" bekam einen pfiffigen musikalischen Anstrich, sondern auch "Twelve days of Christmas". Die Moderation übernahmen Lisa Bormann und Marcus Schober.

Überraschend besetzt war das Orchester unter der Leitung von Annette Krusenbaum, da es sich hauptsächlich aus Violinen und Querflöten zusammensetzte. Die Mischung aus hohen Streicher- und Flötenklängen passte gut zu den ausgesuchten Stücken, darunter "Pavane" von Thoinot Arbeau und "Highland Holiday", einem Medley aus keltischen Weihnachtsliedern.


Cooler Band-Auftritt

Einen sehr coolen und sehr gelungen Auftritt legte die siebenköpfige Band "Maximal" hin, die "Snow" von den Red Hot Chili Peppers performte.

Franca Wiesmann beeindruckte mit zwei Solostücken an der Orgel. "Wenn Sie jetzt schon nichts sehen können, müssen Sie umso genauer hinhören", hatte Schober vorher empfohlen. Und das lohnte sich. Einfach schön, wie sie die Melodie von "Prière à Notre Dame" so dahingleiten ließ. Das "Menuet gothique" mit seinen kräftigem Klang und den virtuosen Passagen, bei der die Zehntklässlerin viel Geschick zeigte, bildete einen guten Kontrast dazu. Beides stammt aus der "Suite Gothique", die Léon Boëlmann 1895 komponierte.

Im Duett sangen Lea Haugeneder und Miriam Lausch "Let's sing a song of Christmas", das Schober als "Weihnachtslied im Stil einer hymnischen Popballade" angekündigt hatte. Mit schönen Harmonien und zwei Stimmen, deren Timbres sich gut ergänzen, stimmten sie auf Weihnachten ein. Esther Schadt begleitete die beiden am Klavier.

Eine Klavier- oder Gitarrenbegleitung hätte dem A-Cappella-Gesang des Elternchores (Leitung: Ulrike Bauer-Trolp) beim Eröffnungslied "Santa Baby" die nötige Orientierung für die Intonation geben können. Ungünstig wirkte sich nicht nur bei diesem Auftritt die Lichtgestaltung aus. Das Leuchtmarker-Grün wirkte nicht besonders weihnachtlich und stand den wenigsten, war für die meisten eher unvorteilhaft.

Weihnachtliches und Winterliches besangen die verschiedenen Chöre an diesem Vorweihnachtsabend. Wenn sich schon kein meteorologischer Winter blicken lässt, kann man ihn sich immer noch wünschen! Und so sorgten "Let it snow!" vom Oberstufenchor sowie "Winter wonderland" vom Unterstufenchor für frohe Stimmung, bei der die meisten ein bisschen mitwippten und -schnippten. Auch im Publikum trauten sich einige.

Besinnliche, zarte Töne schlug der Oberstufenchor mit "A winter night" an. Mit hellen Stimmen sang der Unterstufenchor noch Elsas Lied "Let it go" aus dem Disneyfilm "Die Eiskönigin". Beide Chöre wurden von Michael Ebert geleitet.


Eine Klangsprache

Das Oberstufenensemble unter der Leitung von Iris Arnal bot dann am Ende noch ein musikalisches Schmankerl, nämlich "Cantus iteratus" und "Hymn". Was den Lateiner zunächst aufhorchen lässt, ist aber kein Latein. "Es ist eine Klangsprache, eine Kunstsprache", erklärte Bormann. Sie sei darauf ausgelegt, die Stimme besonders zur Geltung kommen zu lassen. Gute Laune und getragene wohlige Klänge verströmte dieser gelungene Auftritt.

Alle sangen mit beim abschließenden "O du fröhliche", das Esther Schadt an der Orgel begleitete - die Mitwirkenden, die sich beim Altar versammelten, das Publikum in den Bänken sowie auf der Empore und diejenigen, die sich am Eingang das ganze Konzert stehend verfolgt haben. Vielen Menschen haben die Schüler an diesem Abend eine Freude bereitet.