Auf ein großes Echo stieß die von Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) anberaumte Bürgerversammlung in der "Alten Schmiede". Das Vereinsheim vollbesetzt und sogar in den Gängen wurden Stühle aufgestellt. Das Stadtoberhaupt freute sich über das große Interesse der Wolfsdorfer. Kohmann konnte mit Bärbel Köcheler, Walter Mackert, Winfried Ernst, Wolfgang Herold und Holger Then auch fünf Stadträte willkommen heißen.


Eine Alarmierungseinheit

Der Bürgermeister stellte sich gleich den Fragen der Wolfsdorfer. Thomas Geuß, Vorsitzender der Feuerwehr, wollte wissen, was es Neues in Sachen Feuerwehrhaus gäbe. Wie bereits bekannt ist, sieht der Feuerwehrbedarfsplan ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSW) als Stützpunkt in Wolfsdorf vor. Zusammen mit den Wehren aus Grundfeld und Romansthal soll dann eine Alarmierungseinheit gebildet werden. Da das Wolfsdorfer Feuerwehrhaus für ein solches Fahrzeug zu klein ist und auch nicht erweitert werden kann, ist man auf der Suche nach einem geeigneten Platz für einen Neubau. Die Stadt Bad Staffelstein habe sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von fünf Jahren den Feuerwehrbedarfsplan zu erfüllen.
Da sich Grundstücksverhandlungen in Wolfsdorf als schwierig herausstellten, machte sich Kohmann Gedanken um Alternativen. Eine Möglichkeit wäre, auf dem Gelände des Vereinsheims, das seit kurzem im Besitz der Stadt ist, eine Halle zu errichten. Nach dem Bau einer Feuerwehrhalle blieben nur noch 7,5 Meter als Stellplatz. Vorgeschrieben seien jedoch zehn Meter. Die Differenz liege laut Stadtoberhaupt jedoch noch im Toleranzbereich.
Die zweite Möglichkeit wäre die gegenüberliegende Dreschhalle als Standort, so der Bürgermeister. Die Grundstücksgröße wäre ausreichend und das Gelände bereits im Besitz der Stadt Bad Staffelstein. Für 2019 sind im Finanzplan der Stadt für einen TSW-Stellplatz 80 000 Euro und für ein Gemeindehaus 200 000 Euro vorgesehen, sagte Kohmann. Somit bleibe noch genügend Zeit, um nichts zu überstürzen, sagt er.


Kein Geld für Allzweckgebäude

Der Bürgermeister stellte klar, dass sich ein Allzweckgebäude wie es von einigen Wolfsdorfer Bürgern gewünscht würde, in dem man zum Beispiel Theater spielen oder auch Kirchweih feiern könnte, mit Mitteln der Stadt nicht realisieren lasse. Kohmann: "Wir helfen dazu, alles Weitere müsst ihr selbst stemmen". Feuerwehrkommandant Alexander Heller mahnte an, an die Zukunft zu denken und sich die Möglichkeit einer späteren Erweiterung oder Anbaus offenzuhalten.
Tobias Stengel sprach den teilweise schlechten Zustand der Dorfstraßen an. Er wollte wissen, ob und wann die Wolfsdorfer Straßen saniert werden würden. Da es in der Stadtstraße schon einige Wasserrohrbrüche gegeben hat, sei dies die erste Straße, die saniert werde, so Kohmann. Neben der Erneuerung der Wasserleitung werde dabei auch jedes Haus mit einem Glasfaser-Anschluss für schnelles Internet ausgestattet.
Norbert Heller sprach den schlechten Zustand der Randsteine an. Kohmann bat um Verständnis, dass die Randsteine erst im Zuge einer Straßensanierung erneuert würden.


30 Jahre "hat sich nichts getan"

Dieter Lohneis wollte wissen, ob im Dorf ein neues Baugebiet geplant sei. Der Bürgermeister erwiderte, dass Wolfsdorf über einige größere Baulücken verfüge und es deshalb schwierig sei, ein neues Baugebiet zu erschließen.
Ortsbeauftragter Günter Fischer monierte, dass die Dorferneuerung in Wolfsdorf schon seit etwa 30 Jahren ein Thema ist, sich jedoch in dieser Zeit nichts getan hat und andere Orte bevorzugt wurden.