Fisch ist gesund und er sollte schon zwei Mal in der Woche auf den Tisch kommen. Dabei müssen es nicht unbedingt Fischstäbchen oder ein Schlemmerfilet aus der Tiefkühltruhe sein.
Auch frischer heimischer Fisch lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten. Gerade in den heimischen Bächen, Flüssen, Teichen und Seen tummeln sich eine unglaubliche Vielfalt an Fischen. Welche Gerichte sich aus Karpfen, Lachsforelle, Saibling und Räucheraal alles zubereiten lassen, das erfuhren ein knappes Dutzend Frauen bei einem Kochkurs unter dem Motto "Leckeres aus Bach, Fluss und See" in der Lehrküche des "Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten" in Bad Staffelstein.
Ernährungsfachfrau Monika Gerner hatte dazu eine Reihe von Rezepten zusammengestellt, die von einer Suppe über Hauptgerichte bis hin zu kleinen Snacks und einem Brotaufstrich reichte. Nach einer kleinen Einführung über die Vorzüge von heimischem Fisch als hochwertiges Lebensmittel geht es an die Töpfe. Rund eine halbe Stunde muss ein Fisch in Salzmantel im Ofen garen. Ein Gericht, für das sich Ingrid Sünkel und Irmgard Schopf entschieden haben.


Er angelt, sie kocht

"Mein Mann ist Angler, da braucht man immer neue Rezepte", erklärt Ingrid Sünkel ihre Motivation zur Teilnahme am Kochkurs. Einmal andere Rezepte kennenlernen möchte auch Irmgard Schopf, die selbst zur Angel greift. Deshalb haben sie sich für den Fisch in Rosmarin-Salz-Mantel entschieden, der auch optisch etwas hermacht und sich gut als Gästeessen eignet.
Zwei Küchenzeilen weiter simmert die Brühe für die Räucheraalsuppe ihrer Vollendung entgegen. Für einige Rezepte wie der "Quiche mit Lauch und Lachsforelle" wird filetierter Fisch benötigt, "Aus den Karkassen stellt der Fischliebhaber einen Fond für Suppen oder Saucen her", erklärt die Ernährungsfachfrau. Dazu werden die Karkassen in Butter angedünstet, dazu kommen kleingeschnittener Fenchel und Petersilienstängel. Das ganze wird mit Weißwein abgelöscht und mit kaltem Wasser aufgefüllt, dem einige Gewürze beigefügt werden. Danach muss das ganze rund 20 Minuten kochen. Für die Räucheraalsuppe hat sich Monika Gerner entschieden, weil der Aal ein sogenannter Wanderfisch ist, der durchaus vom Main bis nach Hamburg schwimmen kann. Aus heimischer Fischzucht kommen dagegen Lachsforelle und Karpfen.


Schnell und lecker

Manch ein großer Fisch hat Hausfrauen beim Filetieren schon Kopfzerbrechen bereitet. Mit einigen Handgriffen erklärt die Referentin wie es geht, dann darf der Küchennachwuchs weitermachen. "Das war gar nicht schwer", freut sich Tanja Zipfel, als das erste Filet vor ihr liegt. Der Rest lässt sich dann auch noch bewältigen. Unterdessen bieten Johanna und Ulrike Meixner gemeinsam mit Petra Voll einen kleinen Snack an. Die Creme aus Räucherkarpfen auf einer Scheibe Baguette erweist sich als willkommener Appetithappen. "Das geht schnell und ist lecker", lautet das einhellige Fazit der Frauen. "Will man die Creme aufheben, sollten die Zwiebeln angedünstet werden", rät die Ernährungsfachfrau. Nach knapp zwei Stunden sind die meisten Gerichte fertig und werden appetitlich als Büfett angerichtet.
Ein großes Lob kommt von Birgit Zapf, der örtlichen Frauenvorsitzenden des Vereins für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) in Bayern. Die Kochkurse im Januar mit haben einen festen Platz im VLF-Programm.