Aus dem Lautsprecher tönt die Stimme des brasilianischen Sängers Michel Teló. 20 Mädchen und Jungen bewegen sich rhythmisch zu den Klängen seines Welthits "Ai se eu te pego". Tanzen ist beim Workshop im Rahmen des Ferienprogramms der Kommunalen Jugendarbeit im Lichtenfelser Jugendzentrum angesagt.

Gerne tanzen wollen

Einige der Teilnehmer verfügen schon über Erfahrung im Tanzen, manche haben zu Hause vor dem Spiegel geübt, andere bei einer Schulaufführung ihr tänzerisches Talent unter Beweis gestellt. Wieder andere lernten im Verlauf von Zumba-Kursen erste Tanzschritte kennen. Eines der Mädchen hat sogar Ballett getanzt.

Höchste Aufmerksamkeit

"Aber nur eine ganze Woche lang. Da haben wir von einer Seite des Raumes zur anderen Seite nur Hacke und Spitz geübt. Das hat keinen Spaß gemacht", erklärt Katja. Langweilig wird es bei Tanzlehrerin Annett Kunath-Zeh und ihrer mobilen Tanzschule nicht. Die Teilnehmer ihrer Kurse lernen zu bekannten Songs wie "El Tiburon", "Ai se eu te pego", "Cupid shuffle" und "Macarena" Choreografien aus dem Dancefloor Bereich kennen.
Das Tempo ist hoch. "Rechter Arm, linker Arm, vor, vor - rechter Arm, linker Arm, Bauch, Bauch, Hüfte, Hüfte", die Anweisungen der Tanzlehrerin kommen schnell. Das erfordert Konzentration und Aufmerksamkeit.
Zunächst sind es einzelne "Bausteine" , die zu Disco-Rhythmen getanzt werden. Später werden die einzelnen Teile hintereinander geschaltet und ergeben so einen kompletten Tanz.

Erholung in Trinkpausen

Die Tanzlehrerin Annett Kunath-Zeh erklärt, lässt nachmachen und korrigiert gegebenenfalls: "Ein bisschen mehr in die Knie", sagt sie, dreht sich um und schon geht es weiter. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Trinkpausen.

"Das macht mir deutlich mehr Spaß als Ballett", erklärt Katja. Die umstehenden Mädchen pflichten ihr bei. Und mit Paartanz hat diese Form von Tanzen auch nichts zu tun. Zum Glück, wie eine Teilnehmerin aus Redwitz erleichtert feststellte.

Es war die erste Zusammenarbeit der Kommunalen Jugendarbeit mit der mobilen Tanzschule "Project Dance" von Annett Kunath-Zeh aus dem mittelfränkischen Baudenbach.

Mal was Neues

"Wir wollten den Kindern und Jugendlichen auch einmal etwas Neues anbieten", erklärt Kreisjugendpflegerin Nadine Rohowsky. Das Interesse an der Tanzwerkstatt war groß.
Am Montag fanden zwei Workshops statt. Am frühen Nachmittag waren erst die jüngeren Kinder an der Reihe, eine halbe Stunde später kamen die zehn bis Vierzehnjährigen dran - Spaß hat es allen bereitet.