Neben Zukunftscoach Dilber Demiray und Regionalmanagerin Stefanie Hahn erläuterten in der Ausschusssitzung auch Kreisentwickler Andreas Grosch und Wirtschaftsförderer Helmut Kurz ihre Arbeit in den vergangenen Monaten. Landrat Christian Meißner (CSU) maß ihrer Arbeit hohen Stellenwert zu, sollen doch vorhandene Schwächen ausgeglichen und Stärken gesichert und ausgebaut werden.
Ziel sei es, Potenziale und Chancen zu erkennen und optimal zu nutzen, fasste der Landrat zusammen. "Wir müssen den Bevölkerungsrückgang stoppen", wünschte er sich. Der Landkreis solle als Wohnstandort insbesondere für junge Familien attraktiver werden, mehr Arbeitsplätze bieten und als Touristenziel bekannter werden. Als Wirtschaftsstandort solle der Bestand gesichert werden, Neuansiedlungen stehe man aber auch positiv gegenüber.
Es gehe zunächst um die Auswertung von Daten, ehe konkrete Schritte unternommen werden, machte der Landrat deutlich. Dass sich die Themen in den vier Ressorts überschneiden, sei gewollt. Sie sollen sich wie ein Puzzle zusammenfügen.
Regionalmanagerin Stefanie Hahn sah Schwerpunkte ihrer Arbeit in einer neuen Darstellungsplattform für den Landkreis im Internet aber auch in Printmedien. Die Bildungslandschaft möchte sie besser vernetzen und die Gesundheitsregion weiterentwickeln. Mit der Aktion "Willkommen in der Region" soll jungen Familien der Landkreis schmackhaft gemacht werden.
Am Schluss der Sitzung wurde das Willkommenspaket für Neubürger vorgestellt. Es enthält neben einem Schlabberlatz für Babys einen Familienwegweiser, einen Hinweis auf Elternbriefe und eine Notfallkarte mit allen wichtigen Telefonnummern.
Stefanie Hahn machte deutlich, dass zu ihren Aufgaben das integrierte Klimaschutzkonzept, die Aktivregion, Flechtkultur und Lichtdesign und Kelten am Obermain gehören.
Zukunfts coach Dilber Demiray will die demographische Entwicklung positiv beeinflussen und das durch eine Attraktivitätssteigerung für Existenzgründer erreichen. Die Willkommens- und Anerkennungskultur solle auch Senioren und Migranten umfassen. Der Fokus einer beruflichen Weiterbildung von Frauen müsse auf Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nach einer Erziehungszeit liegen. Schülern und Jugendlichen solle der Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert werden. Darüber hinaus entwickele sie ein Rückholprogramm für Absolventen von Hochschulen, Studierenden und Fachkräften.

Mehr Photovoltaikanlagen


Kreisentwickler Grosch will laufende Projekte optimieren. "Der Schwerpunkt liegt derzeit in der Etablierung des Landkreises als Gesundheitsregion", berichtete er. Aktuell werde zudem das Integrierte Klimaschutzkonzept erarbeitet. Danach könne der Anteil der regionalen Photovoltaik am Strombedarf von 6,6 Prozent im Jahre 2010 auf 31,27 Prozent erweitert werden. Strom aus Biogas könnte theoretisch nach vollständiger Umsetzung sogar einen Wert von 34,91 Prozent erreichen. Bei der Wasserkraft sei nur eine Steigerung von 3,3 auf 4,7 Prozent möglich. Nach vollständiger Umsetzung aller Potenziale könne der Gesamtstrombedarf im Landkreis aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Grosch bezifferte die Windkraft, wenn alle möglichen Anlagen in Betrieb genommen werden, auf 39,78 Prozent, Biogas mit 29,66 Prozent, Wasserkraft mit 23,99 Prozent und Photovoltaik mit 26,57 Prozent.

Lichtenfels braucht ICE-Halt


Wirtschaftsförderer Kurz berichtete von Unternehmensgründungen und Infoveranstaltungen für heimische Unternehmen. In Sachen Verkehrsverbund Großraum Nürnberg gehe es weiter. Die Landkreise Kulmbach und Kronach hätten bereits positiv dazu Stellung genommen. An einem ICE-Halt Lichtenfels wolle man festhalten und den Interregio Lichtenfels-Jena nach Berlin und München ausweiten. Neue Tourismusstrukturen sollen durch die Eingliederung des Musiksommers Obermainin die Landkreisverwaltung erfolgen. Die Vereinbarung mit dem Gebietsausschuss Oberes Maintal-Coburger Land sei zum 31. Dezember 2013 gekündigt worden. Die Vereinbarung solle neu getroffen werden, allerdings mit anderen Inhalten.