"Die Lahmer haben sich klasse ins Zeug gelegt", lobt Kreisfachberater Michael Stromer. Gut 1000 Besucher dürfte es schon gewesen sein, die am Sonntag zum Familientag in den Lichtenfelser Stadtteil gekommen waren. Der Familientag wurde vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und von den Gartenfreunden Lahm ausgerichtet.
Die Besucher erwartete eine spannende Rallye durch den Ort und die angrenzende Natur sowie einige unterhaltsame Stunden bei guter Bewirtung durch die Gartenfreunde. Bei der Rallye wurden alle Sinne angesprochen, gefragt waren Geschicklichkeit und Gemeinschaftssinn.

Mal 'ne Scheibe abschneiden

Die Fragen waren so aufgebaut, dass sie auch von jüngeren Kindern beantwortet werden konnten. Bei etwas kniffligeren Fragestellungen war dann die Mithilfe der Eltern gefragt. Mal gab es Fragen zu Gebäuden im Ort zu lösen - etwa welche Blume am großen Altarbild in der Kirche abgebildet ist oder wie viele einzelne Gefriertruhen sich in der Gemeinschafts-Gefrieranlage befinden. Bei anderen Fragen mussten die Teilnehmer selbst tätig werden. Im Garten der Familie Püls sollte beispielsweise von einen Stamm exakt 200 Gramm mit der Säge abgeschnitten werden. Auf der Waage zeigte sich dann, wie nah oder fern die Teilnehmer waren. Eine Aufgabe, die niemand punktgenau schaffte. Dicht dran waren diejenigen mit 202 und 198 Gramm.
"Ich hab die Frage erst gelesen, als die ersten Kinder gekommen sind", erzählt Ingrid Fischer. Der Garten der Familie ist eine der Stationen der Rallye und fällt durch schön angelegte Gemüse- und Salatbeete auf. Die Fischers haben verschiedene Sorten Salat im Garten. Bei ihnen sollten herausgefunden werden wie viele davon Kopfsalate sind. Die kleine Greta aus Döringstadt muss sich schon genau umschauen um die Lösung zu finden. "Elf", sagt sie und liegt damit genau richtig. Drei der kugelrunden Salatköpfe sind im Mistbeet, acht weitere stehen in Reih und Glied in einem Beet. Der Orientierungssinn war am Skilift gefragt, der Punkt mit der schönsten Aussicht. Mittels Karte und Kompass sollten die zu sehenden Ortschaften bestimmt werden. Der Geruchssinn konnte im "Wildgarten" von Alois Riesinger getestet werden.

Backofen wurde reaktiviert

Für Kreisfachberater Michael Stromer erfüllt der Familientag gleich zwei Anliegen. Die Besucher lernen die ausrichtende Ortschaft näher kennen und "der Kreisverband kann seine Inhalte unters Volk bringen." Was ihn dabei am meisten freute, war die Reaktivierung des jahrzehntelang stillgelegten Backofens und die zur Spielstraße umfunktionierte Hauptstraße. Der Familientag soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Für 2017 wird noch eine ausrichtende Ortschaft gesucht.
Den Sieger stellten die Gartenfreunde Roth. Die "Rotfüchse" durften sich über den ersten Preis freuen. Den zweiten und dritten Platz sicherten sich die "Döringstadter Turmfalken", die mit jeweils einem Mädchen- und Jungenteam angetreten waren. In der Familienwertung hatte die Familie Greich aus Uetzing die höchste Punktzahl erreicht, gefolgt von der Familie Fiedler auch Hochstadt und der Familie Dück aus Görau auf dem dritten Platz. Ihnen gratulierten Kreisfachberater Michael Stromer und Landrat Christian Meißner (CSU), die die Preise überreichten. Für Barbara Schmidt aus Roth war der Familientag eine schöne Veranstaltung. "Hier lernt man die Nachbarortschaft aus einen anderen Blickwinkel kennen. Sonst fährt man nur mit dem Auto durch."