Egal, ob Einheim ische oder Touristen den Veitsberg besuchen, sie alle blicken in die gleiche Landschaft. Und sie rätseln über die Namen der Orte, die in der Ebene wie Modellbauten aussehen. Damit ist es nun vorbei, denn unterhalb der Veitskapelle, in Richtung Maintal, steht seit rund einem Monat eine Aussichts-Spinne.
Landrat Christian Meißner (CSU) stellte die Orientierungshilfe am Freitag offiziell vor. Die Idee dazu kam vom Ebens felder Bürgermeister Bernhard Storath (CSU). Er zeigte sich zufrieden: "Die Aussichts-Spinne ist gut umgesetzt und echt Klasse geworden."

270 Grad Blick ins Maintal

Die optische Gestaltung und den technischen Hintergrund erklärte bei stürmischem Wind Kreisfachberater Michael Stromer. Vom Veitsberg habe man einen rund 270-Grad-Blick, mehr als vom Staffelberg. Dieses Sichtfeld von der nordwestlichen bis zur südwestlichen Ebene ist auf einem Panoramabild abgebildet, das auf einem Geländer aus absichtlich korrodiertem Metall steht.

Damit habe man sich optisch an den braunen Sandstein der Kapelle angepasst, erklärte Stromer und fügte hinzu: "Da hat die Metallbaufirma Böhmer aus Pferdsfeld sehr gute Arbeit geleistet." Für den Landschafts- und Gartenexperten Stromer war das Panoramabild die größte Herausforderung. Mit Kompass, Karte und über den Online-Dienst Google-Maps habe er mehrere Stunden daran gearbeitet. Aufwändig sei es gewesen, aber letztendlich habe sich die Arbeit gelohnt. "Es ist eine Bereicherung für Berg, Landkreis und Gemeinde", sagte Stromer.

Landrat: "passt ins Gesamtbild"

Auch Landrat Christian Meißner (CSU) war mit der Gestaltung der rund 4000 Euro teuren Aussichts-Spinne zufrieden: "Sie ist unaufdringlich und passt ins Gesamtbild des Veitsberges." Neben der Veitskapelle und dem über 200 Jahre alten Lindenkranz gibt es nun also auch diese Orientierungshilfe für die Besucher. Fehlt nur noch ein Wirtshaus. Zu diesem Thema scherzte der Landrat: "Über ein Wirtshaus reden wir noch."