Annalena und Julia wissen es nun: Ihr Kunstlehrer geht davon aus, dass er nichts zu Weihnachten bekommt. "Er sagte, er sei nicht brav gewesen", lacht Julia. Die beiden Schülerinnen vom Meranier-Gymnasium spielten Engel und Christkind auf dem ersten Nikolaus-Basar in Bad Staffelstein in der neuen Form. Er ging über zwei Tage, erstmals war Alexander Krappmann, der beim Altstadtfest das historische Spektakel mit gestaltet, mit seinen Leuten dabei.

"Wo wir Kinder sehen, da gehen wir hin und fragen, sie was sie sich wünschen", sagt Annalena. Die Kleinen seien noch bescheiden: "Die haben oft nur einen Wunsch genannt." Doch je älter sie würden, umso länger werde die Liste. Und überrascht habe sie auch, wenn sich Mädchen Dinge wünschten, die man eher Jungs zuordnen würde wie Star-Wars-Figuren.

Manchmal bekamen sie auch gar keine Antwort: "Ein Kind hat mich einfach nur angestarrt und kein Wort herausgebracht", sagt Julia und lacht.

Nun, fürchten musste sich niemand auf dem Basar, vor allem nicht vor Alexander Krappmann, der den Nikolaus spielte und Geschenke an die Kinder verteilte. Samstag mau, Sonntag gut - sogar sehr gut, mehr als erwartet, beschrieb er die Resonanz auf die zweitägige Veranstaltung. Das bestätigt auch Theo Wittmann von der Adam-Riese-Werbegemeinschaft, dem Ausrichter des Festes. Man will nun schauen, was man im nächsten Jahr besser machen kann.