Die Bauarbeiten für die 380/110 kV-Leitung von der bayerisch-thüringischen Landesgrenze nach Redwitz an der Rodach haben bereits begonnen. Das teilte Bürgermeister Jochen Partheymüller (BB-FW) bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend mit. Er berief sich auf eine schriftliche Mitteilung des Netzbetreibers, der Firma Tennet.

Die Regierung von Oberfranken habe bereits am 21. Januar den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau erlassen, so Partheymüller. Die Bemühungen der Gemeinde Marktgraitz verbuchte er als Erfolg: "Die Trasse macht einen Knick um uns herum, so wie wir es beantragt und verfolgt haben. Alles in allem haben wir das Beste herausgeholt."

Freudige Gesichter

Andernorts bringen kommunale Einrichtungen Städte und Gemeinden in die finanzielle Bredouille. Nicht so im Markt Marktgraitz: Hier sorgen Turnhalle, Lehrschwimmbecken und Schule für freudige Gesichter: "Die Ausgaben für die drei Einrichtungen betrugen im Jahr 2013 45.937 Euro", stellte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Jörg Partheymüller vom Bürgerblock Freie Wähler Marktgraitz (BB-FW), fest.
"Damit dürfte sich das Defizit auf moderate 3000 bis 5000 Euro belaufen. Somit sind wir fast kostendeckend", schätzte Zweiter Bürgermeister Georg Bülling (CSU), der ebenfalls dem Ausschuss angehört.

Um belastbare Zahlen zu bekommen, verständigte man sich auf folgende Vorgehensweise: Anhand einer genauen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung der vergangenen drei Jahre soll der durchschnittliche Fehlbetrag für Schule, Schwimmbad und Turnhalle ermittelt werden. In der Gemeinderatssitzung im März sollen die Ergebnisse der Berechnung, die von der Verwaltungsgemeinschaft Redwitz-Marktgraitz durchgeführt wird, der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Auch das Defizit für den Kindergarten St. Michael sorgte für ein positive Stimmung im Gremium: Es beläuft sich für das Kindergartenjahr 2013/2014 nur noch auf 3669,92 Euro. Der Markt hatte sich vor fünf Jahren vertraglich verpflichtet, die Hälfte zu übernehmen, was einem Betrag von 1834,96 Euro entspricht. Mit Blick auf die vorherigen Jahre (siehe Infobox) bilanzierte der Bürgermeister erfreut: "Das ist ein normaler Betrag. Er zeigt, dass Kirchenverwaltung und Kindergartenleitung gut gewirtschaftet haben."

Heizöl reichte lang

Zurück zur Jahresrechnung, die der Rechnungsprüfungsausschuss Ende vergangenen Jahres geprüft hatte. Jörg Partheymüller hob hervor, dass man im Jahre 2013 weder für die Schule noch für das Schwimmbad und auch nicht für die Turnhalle Heizöl getankt habe. "Der Vorrat aus dem Jahre 2012 reichte bis zum Februar 2014", sagte er. Den Wasserverbrauch für das Lehrschwimmbecken bezifferte er für dieses Jahr auf 516 Kubikmeter, was Kosten in Höhe von 1636,28 Euro entspricht. "Das ist ein moderater Aufwand", stellte er fest. Anlass für wesentliche Beanstandungen hätte die Überprüfung der Jahresrechnung nicht ergeben.

Anschließend wurde die Jahresrechnung festgestellt. Sie schließt in Einnahmen und Ausgaben mit einer Gesamtsumme von 2,15 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 1,6 Millionen und auf den Vermögenshaushalt rund 550.000 Euro.

Michael Baier erhielt das gemeindliche Einvernehmen, das Dachgeschoss seines Hauses auszubauen. Am Sonntag, 8. Februar, gehört das Pfarrzentrum wieder den kleinen Narren. Der Kinderfasching beginnt um 14 Uhr, Einlass ist bereits um 13.30 Uhr. Bürgermeister Jochen Partheymüller lud Groß und Klein zu einem vergnüglichen Nachmittag ein.