Von den kaputten und wackeligen Betonplatten der 60er-Jahre, als die Straße zwischen Oberbrunn und Unterbrunn erbaut wurde, ist nichts mehr zu sehen. Eine neue Asphaltdecke lässt die Autos über die Straße gleiten und - nicht weniger wichtig - die vielen Radfahrer über den neuen Geh- und Radweg strampeln. Und davon gibt es viele, wie sich bei der Straßeneinweihung am Montagabend zeigte.

Während Landrat Christian Meißner (CSU) seine Rede hielt, kamen zwei Radfahrer auf die zuhörenden Bürger zugefahren. Diese bildeten eine Gasse und applaudierten den Radlern.
Auch während der Bauarbeiten seien täglich mehrere Dutzend Fahrradfahrer durch die Baustelle gefahren, was die Wichtigkeit des neuen Weges zeige, sagte Meißner. Bereits im September 2010 sei die Erneuerung der Lif 8 im Kreisausschuss beschlossen worden. Das erste Teilstück südlich von Unterbrunn in Richtung Rattelsdorf (450 Meter) wurde bereits im November vergangenen Jahres freigegeben.

Insgesamt fast 1,6 Kilometer

Der am Montag offiziell eröffnete Abschnitt zwischen Oberbrunn und Unterbrunn hat eine Länge von 1100 Metern. Die Gesamtlänge des neuen Geh-und Radweges beträgt fast 1,6 Kilometer. Bereits am 10. Juli war die Straße wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Bevor es soweit war, mussten allerdings 3500 Tonnen Material abgetragen und weggebracht werden. Ein Bamberger Ingenieurbüro übernahm Bauleitung und Planung, der Kreisbauhof nahm die Aufgaben des Landkreises wahr und eine Firma aus Selbitz führte die Bauarbeiten aus. Ihnen sprach der Landrat seinen Dank aus. Vielmehr bedankte er sich bei den Bürgern der umliegenden Orte für ihr Verständnis. Denn obwohl die Bauarbeiten vier Wochen vor dem eigentlichen Termin fertig gewesen seien gilt: "Keine Baustelle ohne Ärger", sagte Meißner. Mit der Erneuerung der Straße sei die Verkehrssicherheit erheblich verbessert worden, betonte Meißner. Ein Grund dafür sei die vergrößerte Straßenbreite von 5,5 Metern.

Auch für den Tourismus hätten die Straße und der neue Radweg eine gewisse Bedeutung. So sei die Mainschleife zwischen Oberbrunn und Unterbrunn nun für den Rad- und Autoverkehr besser erreichbar, sagte der Bürgermeister der Marktgemeinde Ebensfeld, Bernhard Storath (CSU), und fügte hinzu: "Das Ding ist einfach klasse."