Mit einem symbolischen Spatenstich gaben Landrat Christian Meißner (CSU) und Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (FW) gestern den Startschuss für den Neubau der BRK-Rettungswache Zettlitz. Der Neubau ersetzt die bisherige Rettungswache In Burgkunstadt.
Der neue Standort liegt verkehrsgünstig im Kreuzungsbereich der Bundesstraßen 173 und 289. Das Grundstück wurde mit Unterstützung des Staatlichen Bauamts und der Gemeinde Marktzeuln vom Bund gekauft. Die Verlegung der Rettungswache von Burgkunstadt nach Zettlitz basiert auf einem Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement aus dem Jahr 2011. Im März 2015 beschloss der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Coburg (ZRF) die Errichtung und den Betrieb der Rettungswache Zettlitz. Burgkunstadt bleibt als Notarztstandort erhalten. Weismain wird vom Rettungsstellplatz zur Rettungswache aufgewertet.


Spezialisiert auf Fertigteile

In der Lichtenfelser Straße in Zettlitz entstehen auf einer Grundstücksfläche von 1000 Quadratmeter eine Fahrzeughalle mit Desinfektionsraum und ein Personalgebäude. Der Vorteil der voneinander getrennten Gebäude sei, dass alle Räume Fenster besitzen, die auch geöffnet werden können, erläuterte Architekt Johannes Morhard. Die Errichtung der Gebäude erfolgt durch die Firma Göhl, einem Spezialisten in der Herstellung von sogenannten Mauerwerksfertigteilen. "Damit können wir schnell und relativ risikofrei bauen", erläuterte Morhard. Mauerwerksfertigteile verkürzen die Bauzeit, da sie im Werk gemauert werden. Die Fertigung sei damit auch viel genauer als auf der Baustelle und auch vom Wetter unabhängig.
Die Geschossfläche der beiden Gebäudeteile beträgt 225 Quadratmeter, die Nutzfläche 176 Quadratmeter. Das Bauvolumen umfasst 1120 Kubikmeter. Beim Neubau wurde ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung von modernen Arbeitsplätzen gelegt. Als Datum für die Inbetriebnahme der neuen Rettungswache in Zettlitz nannte Morhard das Frühjahr 2017. Die veranschlagten Gesamtkosten des Neubaus einschließlich des Grundstücks belaufen sich auf rund 500000 Euro. Die Finanzierung ist durch den BRK-Kreisverband Lichtenfels sichergestellt.
Marktzeuln habe sich gefreut, das die Gemeinde ein weiteres Infrastrukturmerkmal bekommen hat, sagte Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech. Er äußerte Verständnis dafür, dass dies in Burgkunstadt anders gesehen werde.