Der Kinderspielplatz am Ostaring in Marktzeuln bleibt noch einige Tage gesperrt. Das gab Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech am Montagabend im Gemeinderat bekannt.

Bauhofmitarbeiter hatten bei einer Kontrolluntersuchung das Vorkommen von Eichen-Prozessionsspinnern entdeckt. Beim Kontakt dieser Tierchen mit der Haut kann es zu Rötungen kommen. Nachdem der Spielplatz gereinigt worden ist, soll er noch vor Ferienbeginn wieder geöffnet werden.

Friedlein-Zech gab weiter bekannt, dass die Lichtenfeser Straße zwei bis drei Tage wegen Bauarbeiten gesperrt werden muss. Ein Sandsteindurchlass werde geöffnet, ein groß dimensioniertes Rohr eingebaut.


Straßensperrung verschoben


Die geplante Straßensperrung für die Sanierung der Sandsteinmauer gegenüber des Rathauses in Marktzeuln ist auf den 31. August verschoben worden. Die Beendigung der Baumaßnahme ist für den 29. Oktober geplant. Die bereits angekündigten Umfahrungen des Ortskerns behalten laut dem Bürgermeister mit zeitlicher Verschiebung weiterhin ihre Gültigkeit.

Ute Becker, Abteilungsleiterin Brückenbau beim Staatlichen Bauamt Bamberg, begründete gegenüber unserer Zeitung die Terminverschiebung mit einem unwirtschaftlichen Ausschreibungsergebnis. Das günstigste Bauunternehmen musste wegen fehlender Unterlagen ausgeschlossen werden. Das nächsthöhere Angebot war unwirtschaftlich.


Angebot war zu teuer


Das Amt dürfe den Haushalt nicht mit unwirtschaftlichen Baumaßnahmen belasten, erklärte sie. Bei der jetzt laufenden beschränkten Neuausschreibung des Projekts hoffe sie auf ein wirtschaftlich vertretbares Ergebnis.
In Marktzeuln ist die Zurückweisung von überteuerten Angeboten in diesem Jahr schon zum zweiten Mal erfolgt. Auch beim Bau der geplanten Erneuerung der Wasserversorgung für Zettlitz und Horb konnten die Angebote nicht akzeptiert werden und eine Neuausschreibung wurde erforderlich.

Trotzdem war der Bürgermeister zuversichtlich, dass die Maßnahme für Zettlitz noch in diesem Jahr und für Horb bis Juni 2016 abgeschlossen sein werde.

Der Grund für teure Angebote ist nach Informationen unserer Zeitung eine boomende Bauwirtschaft. "Gut für die Bauunternehmen, schlecht für uns", so Ute Becker in Bamberg.

Nach 90 Jahren wurden die Quelle und der Hochbehälter in Oberreuth stillgelegt, die Marktzeuln maßgeblich mit Trinkwasser versorgten. In den vergangenen Tagen wurde die Notversorgung durch Fernwasser aktiviert.
Bürgermeister Freidlein-Zech fiel in der Gemeinderatssitzung ein Stein vom Herzen: "Jetzt haben wir eine bessere Wasserqualität", stellte er fest. Nicht nur der niedrige Härtegrad sei für die Verbraucher wichtig, sondern auch die Versorgung in Trockenperioden sei gesichert.


Wasser ist wieder in Ordnung


Vorausgegangen war eine Abkochanordnung des Landratsamtes am 26. Juni, die nach einer routinemäßigen Trinkwasseruntersuchung erlassen worden war. In der Quellfassung Oberreuth hatte man Colibakterien festgestellt, die die menschliche Gesundheit gefährden können. Die Quelle Oberreuth wurde vom Netz genommen und in Abstimmung mit der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) auf deren Wasserversorgung umgestellt.
Das gesamte Leitungsnetz wurde durch den gemeindeeigenen Bauhof gespült. Am 1.Juli erfolgte eine erneute Probe, die in Ordnung war. Am 4. Juli nahm das Landratsamt die Abkochanordnung zurück.

Bürgermeister Freidlein-Zech wies darauf hin, dass es noch zu Trübungen des Wassers kommen könnte, die aber unbedenklich seien.