Viele Menschen setzen sich ehrenamtlich für die Umwelt, Lebendigkeit und Schönheit im Landkreis Lichtenfels ein. Am vergangenen Donnerstag erhielten einige von ihnen den Sparkassen-Förderpreis für herausragende Leistungen im Sinne des Natur- und Umweltschutzes von Landrat Christian Meißner (CSU) und Sparkassendirektor Roland Vogel. Insgesamt wurden 2000 Euro an sechs Preisträger übergeben.
"Mit der Verleihung dieses Preises soll vor allem Danke gesagt werden für die Arbeit, die oft im Stillen über einen langen Zeitraum für unsere Region geleistet wird", sagte der Landrat und Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege.
Sie seien ein Beleg für die Kultur des Ehrenamtes im Landkreis. "Ob in verantwortlicher Position, ob als Arbeiter im Hintergrund - anpackende Leute brauchen wir auf allen Positionen", stellte Meißner fest. Aufgrund der über zwei Jahrzehnte andauernden Geschichte des Förderpreises werde eine Kultur der Wertschätzung von Natur und Landschaft und intakter Umwelt unterstützt.
Sparkassendirektor Vogel ermunterte die Preisträger, auf ihrem Weg weiterzumachen. "Sie haben im Landkreis Lichtenfels Vorbildliches geleistet im Umwelt- und Naturschutz", lobte er. Das Ziel der Sparkasse sei es, Nachhaltigkeit zu fördern.
Die Organisation lag in den Händen von Kreisfachberater Michael Stromer. In der Jury wirkten mit: Walter Partheymüller (Sparkasse Coburg-Lichtenfels), Maria Wiehle (Zweite Vorsitzende im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege), Oliver Kröner (Amt für Landwirtschaft und Forsten, Bereichsleiter Forsten), Hauke Petersen (Amt für Landwirtschaft und Forsten, Bereich Landwirtschaft), Michael Bienlein (Kreisobmann Bauernverband), Anton Reinhardt (Vorsitzender Bund Naturschutz, Kreisgruppe Lichtenfels), Gerd Glätzer (Landesverband für Vogelschutz), Christian Luplow, Bernd Flieger, Anton Fleischmann (alle Landratsamt).


Die Preisträger

Marianne Härtel, Theisau, kümmert sich in und um Theisau seit Jahrzehnten um die Anbringung von Vogel-Nisthilfen und um die Fütterung im Winter. Sie sorgt sich um die Erhaltung natürlicher Nistplätze und um den Schutz der Lebensräume und Lebensbedingungen für den Eisvogel, den Wiedehopf, den Zaunkönig oder auch die Wasseramsel. Als Vorsitzende des Vereins des wirtschaftlichen Vogelschutzes Theisau kümmert sie sich durch Vortrags- und Führungsangebote auch um die Umweltbildung.
Stefan Batz, Dittersbrunn, hat die Flächen um den Veitsberg entbuscht und nutzt diese als Weiden für seine extensive Rinderhaltung mit schottischen Hochlandrindern.
Er bewirtschaftet seine Flächen ohne mineralischen Dünger und chemischen Pflanzenschutz. Seine Triebfeder ist der Erhalt einer artenreichen, offenen Landschaft am Veitsberg. Nicht der ökonomische Erfolg ist für ihn das Wichtigste, obgleich er in den Aufbau der Weiden viel Zeit und Geld investieren musste.
Michael Kellner, Uetzing, bewirtschaftet mit viel Eigeninitiative und Naturinteresse seinen Wald unter Einbeziehung von Waldnaturschutz-Aspekten im Sinne einer integrativen Waldbewirtschaftung. Dazu gehören das Belassen von Biotopbäumen oder Totholz. Der Wanderclub Redwitz kümmert sich seit Jahrzehnten um die Pflege und Beschilderung der Wanderwege, besonders im Rodach-Biotop bei Redwitz, die in das Wanderwegekonzept des Landkreises eingebracht wurde. Darüber hinaus bietet der Verein naturkundliche Führungen für Kinder und Jugendliche an.
Oswald Waclaw, Hochstadt, mäht seit der 1980er Jahre jährlich mit Motorsense und Balkenmäher im Raum Hochstadt am "Roten Hügel" schwer zugängliche Flächen, die dem Weißstorch als Lebensraum dienen und deshalb offen gehalten werden müssen.
Hans Gaar, Oberküps, war von 1981 bis 2007 der Vorsitzende des Gartenbauvereins Ober-Unterküps. Seit 2007 und noch bis heute leitet er die Jugendgruppe Lindenkids. Mit über 70 Jahren ist er eine Besonderheit unter den Jugendleitern.
Es werden von ihm - einem leidenschaftlichen Naturliebhaber und Wanderer - verschiedene Aktionen, wie Sonnenblumenwettbewerbe, Bastelaktionen, Radwanderungen, Zeltlager Rama Dama mit Kindern durchgeführt.