Falls mal wieder keiner Lust hat, zu kochen, kann man Küchengeräte ja auch anders nutzen. Das Wie konnte man sich am Donnerstag bei der Bühnenshow der P-Seminare Sport und Musik im Meranier-Gymnasium abschauen. Schnell wurde eine kleine Küche auf die Bühne gezaubert, jeder band sich noch schnell eine Schürze um und dann begannen sie zu trommeln - auf Töpfen, Dosen, Gläsern, Schüsseln. Noch ein paar Topfdeckel als Paarbecken umfunktioniert und eine Trillerpfeife herausgeholt, schon hatten sie die Zutaten für den "Küchenstomp" beisammen.
Die Schüler boten eine originelle Percussion-Performance, deren Rhythmen einen fast vom Stuhl wippen ließ. Die Klänge in Worte zu fassen, ist eigentlich unmöglich. Nur so viel: so anders, so toll. Am Ende gab es für die Musiker noch frisches Bananen-Shake. Prost!


"Kleiner König am Klavier"

Musikalisch und tänzerisch hielt das Programm einige Überraschungen parat. Mit viel choreografischem Talent fiel Jule Stobrawe ins Auge, die nicht nur ein gekonntes und ausdrucksstarkes Solo tanzte, sondern auch eine ansprechende Choreografie für einige Mitschüler entwarf. Ferdinand Brunner am Flügel spielte ein Potpourri durch die Musikgeschichte. Vom Moderator wurde er noch als "kleiner König am Klavier" angekündigt, was schon in die richtige Richtung wies. Was war da nicht alles wiederzuerkennen: Mozarts "Alla turca", die Beatles, Fluch der Karibik, Beethovens Fünfte, Pop-Allerlei und zwischendurch ein bisschen "Happy birthday".
Sehr harmonisch musizierten Lisa Bormann (Klavier und Gesang) und Annika Fischer (Gitarre und Gesang) miteinander. Sie interpretierten "Devil we know" von "Lily & Madeleine", zwei Schwestern, die mit ihrer Musik auf Youtube bekannt wurden. Schön, dass auch heimelige und leisere Klänge aus dem Singer-Songwriter-Genre Eingang ins Programm gefunden haben.
Auch das Saxophon-Quartett, das die Show eröffnete, konnte sich hören und sehen lassen. Beeindruckend, dass die vier Musiker sich sogar noch nach einer Choreographie bewegten, was wohl für eine Doppelbegabung spricht. Den Solisten kam nach ihrem Auftritt stürmischer Beifall aus der voll besetzten Aula entgegen.


Vier Moderatoren

Charmant führten die vier Moderatoren durchs Programm: Markus Schober, Marie Storath, Daniela Reh und Susann Zander. Das abwechslungsreiches Programm zeigte einen Querschnitt durch die Musikgeschichte, von einer Crossover-Version von Antonio Vivaldis "Winter" bis zu Rehannas "Umbrella", interpretiert von "The Baseballs". Immer wieder mixten die Schüler Bewegungselemente des klassischen Balletts mit modernen Komponenten, zum Beispiel aus dem Hip-Hop. Auch für die Kostüme ließen sich die Schüler immer etwas einfallen, besonders die im Dunkeln leuchtenden Body-Paintings sorgten für einen pfiffigen Überraschungseffekt.
Die Schüler der P-Seminare Musik (Leitung: Iris Arnal) und Tanz (Leitung: Andrea Kirsch) hatten sich Gedanken darüber gemacht, wie man eine Bühnenshow auf die Beine stellt. Das P-Seminar Musik hat sich entschieden, sich mit verschiedenen Aufführungsformen zu beschäftigen und hat eine Oper und ein klassisches Konzert besucht. Da viele von ihnen selbst ein Instrument spielen, wollten sie vor allem musizieren.
Die Schüler des P-Seminars Sport wollten auch selbst etwas choreografieren, daher holten sie sich Anregungen von der Medau-Schule in Coburg, von der Ballettschule Diroll in Lichtenfels und von der Ballettschule TSV Staffelstein.
Das Projekt "Bühnenshow" können die Schüler der P-Seminare Sport und Musik jedenfalls als vollen Erfolg verbuchen.