Der Verein Franken-Akademie Schloss Schney nimmt jetzt - nach der Sanierung des Hauptgebäudes, der Schlossgaststätte und der Stützmauer - das ehemalige Rathaus in Angriff. 385 000 Euro sollen dabei verbaut werden. Da der Verein mit seinen finanziellen Mitteln an Grenzen stößt, beantragte die Bildungseinrichtung auch einen Zuschuss der Stadt Lichtenfels. Die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten am Mittwoch dafür. Knapp 20 000 Euro wurden im Haushalt 2017 bewilligt.

Kämmerer Johann Pantel machte deutlich, dass die Stadt örtliche Vereine, die keine Sportvereine sind, auch unterstütze. Die Zuwendung betrage fünf Prozent der Gesamtkosten. Die maximale Obergrenze sei auf 20 000 Euro festgesetzt. Nach der Kostenaufstellung seien für die Sanierung und Neumöblierung des ehemaligen Rathauses und des Gästehauses 2 Aufwendungen von rund 296 000 Euro zu erwarten. Brandmeldeanlagen für das Schloss, ein Gästepavillon sowie Baunebenkosten schlügen mit 89 000 Euro zu Buche, so der Kämmerer.

Die Finanzierung sei wie folgt vorgesehen: Zuschüsse des Staats in Höhe von 209 000 Euro und 58 000 Euro Fördermittel von der Oberfrankenstiftung, die beantragt worden seien. Als Eigenanteil verblieben dem Verein 118 000 Euro. Bei Anwendung des Investitionszuschusses mit fünf Prozent der Gesamtkosten ergebe sich eine Fördersumme von exakt 19 249 Euro.


Freizeitvergnügen

Tretboote werden in der kommenden Saison auch auf dem Badesee Oberwallenstadt die Gäste erfreuen. Die neue Pächterin der Gastronomie plant den Einsatz von zehn Booten. Da die Stadt als Gewässereigentümerin und Fischereiberechtigte ihr Einvernehmen erteilen muss, nahm sie aus wasserrechtlicher Sicht dazu Stellung.

Am benachbarten Rudufersee in Schwürbitz würden Tretboote angeboten, erläuterte Bürgermeister Andreas Hügerich. Dort komme es nicht zu Behinderungen zwischen Bootsfahrern und Badegästen. Gegebenenfalls wäre Platz für die Boote auszuweisen und anzulegen. Der Ausschuss stimmte dafür. Bernhard Christoph, Bündnis 90/Die Grünen wies, wie andere Ausschussmitglieder, darauf hin, dass die Schutzzonen insbesondere an den Uferbereichen nicht berührt werden dürften.


Werbung in eigener Sache

Als positives Signal wertete der Bürgermeister eine geplante Jubiläumsbroschüre "35 Jahre Stadtentwicklung". Seit 1982 führe die Stadt die Altstadtsanierung mit Mitteln der Städtebauförderung durch. Die erfolgreiche Zusammenarbeit solle den Bürgern in dieser Broschüre vermittelt werden. Das neue Programm könne darin auch vorgestellt werden, ergänzte Kämmerer Johann Pantel.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 12 000 Euro bei einer Auflage von 2000 Stück. Das heißt, dass jedes einzelne Exemplar in der Herstellung auf stattliche sechs Euro kommt. Bei einer staatlichen Bezuschussung von 60 Prozent müsste die Stadt 4800 Euro bezahlen. Das wurde einstimmig beschlossen. aw