Es gibt nicht viele Hobbys, die so polarisieren wie das Sammeln von Briefmarken. Für viele gilt es als langweilig, für andere ist es mit Erfolgserlebnissen verbunden: Denn ein wahrer Sammler freut sich, wenn es ihm gelungen ist, eine Marke zu ergattern, hinter der er schon lange her ist. Mittlerweile gibt es kaum ein Themengebiet, das nicht auf Briefmarken verewigt ist. Ob Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Tiere, Pflanzen, Natur oder Künstler und Schauspieler - das Portfolio ist sehr breit gefächert. Wer mit Leidenschaft sammelt, findet auch schnell Gleichgesinnte, mit denen sich dann echte Freundschaften entwickeln. In Lichtenfels haben sich vor über 75 Jahren Philatelisten im Briefmarkensammlerverein zusammengeschlossen und pflegen seither ein reges Vereinsleben.


Erfolgreiche Sammler

In der Mitgliederversammlung im Hotel Preußischer Hof berichtete Vorsitzender Matthias Müller über monatliche Treffen und weitere Aktivitäten. Die Lichtenfelser Sammler veranstalten nicht nur die alljährliche Sammler- und Händlerbörse im November in Bad Staffelstein, sondern machen regelmäßig mit ihren Ausstellungen auf sich aufmerksam. So hat Klaus Müller eine wettbewerbsfähige Sammlung zum Thema "Aus der Lichtenfelser Postgeschichte" erstellt und damit im vergangenen Jahr in Ebersberg eine beachtliche Silbermedaille erhalten. Und auf der Rang-2-Ausstellung "Thübria" in Greiz wurde Matthias Müller für seine Zusammenstellung "Aus der Postgeschichte von Stadtroda" sogar eine Goldmedaille zuerkannt. Der Vorsitzende dankte zudem Klaus Müller für seinen philatelistischen Beitrag zur Stadtteilausstellung über Buch am Forst im Lichtenfelser Stadtmuseum. Damit sei ein weiteres Mal bewiesen worden, dass Post- und Heimatgeschichte in engem Zusammenhang stünden.


Ludwig Weigl seit 60 Jahren dabei

Matthias Müller berichtete von engen Kontakten der Lichtenfels Sammler zu ihren Kollegen in Zella-Mehlis. Mit den Mitgliedern des Partnervereins in Thüringen treffe man sich regelmäßig. Daneben ist der Verein selbst Mitglied im Verein für postgeschichtliche Forschung in Oberfranken, in der Arbeitsgemeinschaft Bayern und arbeitet aktiv mit Gleichgesinnten der Forschungsgemeinschaft Sachsen und Thüringen zusammen. Mit Blick auf die Mitgliederstatistik dankte Müller den fünf Ehrenmitgliedern des Vereins für ihre Unterstützung der vielfältigen Aktivitäten. Ein ehrendes Gedenken galt den verstorbenen Mitgliedern Leonhard Schielein und Hans Gentsch.
Mit Urkunden und Geschenken wurden schließlich langjährige Vereinsmitglieder ausgezeichnet, so Siegfried Reuther für 40-jährige Mitgliedschaft, Helmut Görtler für 50-jährige Treue und Hans Walluch und Ludwig Weigl sogar für 60-jährige Mitgliedschaft.

Abschließend beschlossen die Mitglieder, dass die Vereinsabende in Hotel Preußischer Hof an jedem ersten Dienstag im Monat zukünftig bereits ab 19 Uhr beginnen.