Einer der großen Arbeitgeber im Stadtgebiet, die Firma Rösler, möchte ihre Produktionsstätte in Hausen ausbauen und stärken. Die Firmenleitung trat deshalb an die Stadtverwaltung heran, um den Teilabbruch bestehender Gebäude und an deren Stelle den Neubau einer zweigeschossigen Produktionshalle zu beantragen. Einstimmig gab der Stadtrat am Dienstagabend das gemeindliche Einvernehmen für dieses Projekt.

Die Firma Rösler wird nun das Bestandsgebäude abbrechen und auf 3733 Quadratmeter Grundfläche einen Neubau errichten. Dadurch soll die Kunststoffteilfertigung komplett aus der Hausener Ortsmitte auf das Areal am südlichen Ortsrand verlagert werden.


"Unser Bad Staffelstein"

Über den Sinn und die Gründungsmodalitäten einer Bürgerstiftung "Unser Bad Staffelstein" referierte Stephan Franke von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Der Stiftungsberater stellte ein Modell vor, das in anderen Kommunen (zum Beispiel in Rödental) bereits funktioniere. Mit einem Stiftungskapital von 10 000 Euro - die Hälfte wird von der Sparkasse beigesteuert - könne so eine Plattform entstehen, um mildtätige und gemeinnützige Zwecke zu fördern. Die Sparkasse arbeite dabei mit der Deutschen Stiftungstreuhand in Fürth zusammen.
An eine solche Bürgerstiftung, fuhr Stephan Franke fort, könnten auch Privatleute andocken, wenn sie beispielsweise ihren Nachlass regeln wollen, aber keine Verwandten haben oder begünstigen möchten. Ob dieses Geld ausgeschüttet werden soll oder dem Grundstock der Stiftung zugeschlagen wird, sei von Fall zu Fall individuell zu vereinbaren. Es sei vorstellbar, ergänzte Franke, dass diese Stiftung zum Beispiel die Sanierung eines Bildstocks fördere oder den Bau eines Kinderspielplatzes. Denkbar sei aber auch, Geld an eine in Not geratene Familie auszuschütten.

Den Stadträten stellte er eine Mustersatzung vor, die entsprechend abgeändert und über einen Flyer veröffentlicht werden könne.

Durch diese Mustersatzung entstehe einer Kommune nicht viel Arbeit. Lediglich der Zuschnitt auf die örtlichen Gegebenheiten müsse von ihr festgelegt werden. Auch den Flyer könne die Kommunalverwaltung mit geringem Aufwand selbst erstellen.

Stephan Franke verwies auf die generell große Spendenbereitschaft der Deutschen. Eine Stiftung sei ein gut geeignetes Instrument, diese Mittel zu kanalisieren und etwas Gutes damit zu tun. Stiftungen hätten in Deutschland zudem Tradition - er erinnerte an die Augsburger Fugger, die auf diesem Gebiet beispielhaft wirkten: "Mit einer Stiftung kann man etwas für die Ewigkeit tun."

Am Dienstag fiel im Stadtrat noch keine Entscheidung über die Gründung einer Stiftung.


Im Staffelsteiner Stadtrat notiert

Sachstandsbericht Auf Antrag der FW-Fraktion gab Bauamtsleiter Michael Hess einen Abriss der Pläne, die in den nächsten Jahren auf dem rund 24 Hektar großen Areal zwischen Unterer/Oberer Gartenstraße, Bischof-von-Dinkel-Straße und Staatsstraße 2204 vorgesehen sind. Die Stadt habe hier ein Potenzial für den Bau von 240 bis 280 Einfamilienhäusern. In den Fraktionen und im Bauausschuss sei bereits intensiv über die Nutzung in den nächsten Jahren diskutiert worden. Wichtig sei, ein tragfähiges Verkehrskonzept zur Anbindung eines so großen Baugebietes zu finden, denn die angrenzenden Straßen allein seien dafür nicht geeignet. Inzwischen gebe es auch Überlegungen, den demographischen Wandel noch einmal ins Kalkül zu ziehen und zu überlegen, ob die Stadt tatsächlich ein so großes Baugebiet brauche. Michael Hess sagte, dass derzeit im Bereich der Kernstadt rund 60 freie Bauplätze zur Verfügung stehen und zusätzlich rund 100 in den Stadtteilen. Pro Jahr würden in Bad Staffelstein durchschnittlich 26 Bauplätze benötigt, so dass zeitlich genug Zeit bleibe, um eine durchdachte Verkehrsplanung zu erstellen.

Standesbeamter Zum weiteren Standesbeamten hat der Stadtrat Lukas Hofmann bestellt.