Ein paar Euro auf einen Heimsieg der Bayern, ein paar Euro auf die Nürnberger und dazu noch eine Handicapwette auf Manchester United. So könnte ein Tippzettel eines Sportwetters aussehen. Bei Glücksspielfans stehen die Wetten auf Fußballergebnisse seit Jahren hoch im Kurs. Anbieter ist etwa bei "Oddset" der Freistaat Bayern höchstpersönlich. Dazu gibt es aber auch private Anbieter im Internet und jetzt auch auf der Straße. Neben Burgkunstadt soll demnächst auch in Lichtenfels ein Wettbüro eröffnet werden.
Eine Bauvoranfrage von Rocco Randazzo zur Nutzungsänderung eines Ladengeschäfts zu einem Wettbüro in der Coburger Straße 10 wurde zwar gegen drei Stimmen befürwortet, doch wurden vom Ausschuss große Bedenken erhoben. Christian Bauer (Junge Bürger) fasste die Kritik zusammen: "Wir sollten das Wettbüro nicht genehmigen." Auch Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) machte keinen Hehl aus seiner kritischen Haltung: "Wir haben alle Bedenken", sagte er.
Stadtbaumeister Jürgen Grassinger stellte die Rechtmäßigkeit privater Wettbüros fest. In Burgkunstadt hatte im August letzten Jahres ein neu eröffnetes Wettbüro auf Anordnung der Stadtverwaltung kurzzeitig schließen müssen. "Zweck der Untersagung des illegalen Glücksspiels ist es, das Glücksspielangebot zu begrenzen, den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in überwachte, geordnete Bahnen zu lenken und so das Entstehen von Spielsucht zu bekämpfen", hieß es in der Begründung. Doch die Anordnung musste wegen geltendem EU-Recht wieder aufgehoben werden.
Der Bauantrag der Firma Robert Hofmann in Schney zur Errichtung von 150 Parkplätzen An der Zeil wurde einstimmig befürwortet. Ein dort geplanter Teich werde etwas kleiner ausfallen, erläuterte Grassinger. Nicht gutheißen konnte dagegen das Gremium eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage an der Klosterlangheimer Straße 27a. Das Grundstück liege im Außenbereich und dürfe nicht bebaut werden. Darüber hinaus sei es nur über Privatgrund zu erreichen. Bürgermeister Hügerich schlug vor, dem Bauwerber die danebenliegenden Grundstücke Nr. 26 und 27 ans Herz zu legen, die im Innenbereich lägen. Mit Auflagen könne dort gebaut werden.