Jedes Jahr zu Silvester stellt sich die Frage: Was machen wir? Gehen wir zu Freunden oder bleiben wir zu Hause? Und wenn wir zu Hause bleiben: Wird der Fernseher eingeschaltet oder das "Mensch-ärgere-dich-nicht" für sechs Personen hervorgeholt? Und vor allem: Was gibt's zu essen?

In den meisten Familien wird der Jahreswechsel traditionell zu Hause gefeiert. Ein wenig fernsehen, plaudern, um Mitternacht dann auf die Straße hinaus gehen, den Nachbarn ein gutes neues Jahr wünschen und vielleicht ein paar Kracher zünden und Raketen steigen lassen.

Wie stellen sich junge Menschen den Jahreswechsel vor, was möchten sie in der letzten Nacht des Jahres erleben und wie das neue Jahr begrüßen? Zwei Frauen und ein Mann sagen, wie sie sich den Silvesterabend wünschen.

"Das ist die Frage der Fragen", sagt Tamara Wagner. Die 22-Jährige studiert Management im Gesundheits- und Sozialwesen in Fürth. "Spontane Sachen sind die besten Sachen", fügt sie lachend hinzu. Vielleicht werde sie mit Freunden spontan nach Berlin fahren - mal schauen, was man dort erleben kann. Irgendwo wird sich dann schon die Möglichkeit ergeben, "Dinner for One" anzusehen, das sie "noch kein Mal vor Silvester verpasst" hat.


Fernziel: Silvester im Schnee

Für Katharina Pflaum hatte schon das Jahr 2016 einen gewissen Glamour, denn die 20-jährige Altenbanzerin wurde zur Staffelsteiner Thermenkönigin gekürt. Silvester möchte sie mit Freunden feiern, ohne allzu viel zu planen. Ein gemütliches Zusammensein, vielleicht mit Zinngießen, reicht ihr heuer. "An Silvester wollte ich schon immer mal in die Berge fahren. Tagsüber Skifahren und am Abend auf einer Hütte mit Freunden ins neue Jahr starten. Das stelle ich mir sehr schön vor, vor allem dann, wenn draußen alles verschneit ist." Kann ja noch werden, es gibt ja noch ein nächstes Jahr. Und wie sieht's mit Feuerwerk aus, Majestät? "Knaller - ja, unbedingt!"


Gemütlich feiern im neuen Haus

Zu Hause in Bad Staffelstein möchte Tobias Schütz feiern. Der 31-jährige Physiotherapeut hat gerade erst ein Haus renoviert, in das er mit seiner Familie gezogen ist. "Wir laden Freunde ein - und feiern zum ersten Mal im neuen Haus." Von Raketen und Böllern hält er nichts: "Es gibt genug andere Leute, die Geld dafür ausgeben."
Davon, sich etwas fürs neue Jahr vorzunehmen, halten alle drei nicht viel - weil man's doch meistens nicht durchhält. Tobias Schütz überlegt ein wenig, dann sagt er: "Genießen ist angesagt, denn die Hausrenovierung beanspruchte uns in diesem Jahr sehr."