Die neue Innenstadtmöblierung in Lichtenfels ging am Samstag in eine entscheidende Phase. Beim Städtebautag auf dem Marktplatz wurden die Prototypen der neuen Bänke, Sitzhocker, Fahrradständer und Schließfächer der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese solle letztlich entscheiden, was rund um das Rathaus aufgestellt wird, betonte Bürgermeister Andreas Hügerich. "Wir brauchen das "Feedback".

Die Bürger sollen probesitzen, das Design begutachten und mitentscheiden", sagte er. Jeder könne auf einer Liste Verbesserungsvorschläge machen und sein Urteil über die Outdoor-Möbel abgeben. Die Zettel würden in einer Urne aufbewahrt. Noch etwa drei Wochen, es hänge vom Fortschritt der Bauarbeiten ab, werden die Gegenstände im Rathausfoyer ausgestellt. Solange könnten die Bürger ihre Stimme abgeben.


"Lichtenfels hat sich gemausert"

Das Image der Deutschen Korbstadt solle mit innovativen, ästhetischen und funktionalen Möbeln die Stadt bereichern, sagte Hügerich. Hergestellt hatte die Möbel Entwicklungsmeister Klaus Jacob im Innovationszentrum. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass an den neuen Schließfächern auch Steckdosen für die Aufladung von E-Bikes angebracht werden. "Natürlich können sie auch ihre Handys und I-Pads dort kostenlos nachladen", versprach der Rathauschef. Er wies darauf hin, dass Informationen zum Fassadenprogramm im Sanierungsgebiet der Innenstadt und Auskünfte über Fördermöglichkeiten bestünden.

Isabel Strehle, Regierungsbaumeisterin bei der Regierung von Oberfranken, zeigte sich mit die Entwicklung in Lichtenfels zufrieden. "Es ist gut, wenn die Stadt aufgemöbelt wird", sagte sie. Mit der Eröffnung der teilsanierten Coburger Straße habe sich die Aufenthaltsqualität für Besucher und Einheimische verbessert. "Lichtenfels hat sich gemausert und den öffentlichen Raum aufgewertet", lobte die Architektin. Ihr Wunsch war, dass sich die Innenstadt mit dem Fachmarktzentrum gegenseitig befruchten solle. "Planung ist schön und gut, aber die Umsetzung ist wichtig", stellte sie fest. Dazu müssten alle an einem Strang ziehen, die Politik, aber insbesondere auch die Wirtschaft. "Wir wollen gemeinsam mit der Stadt investieren", kündigte sie weitere Unterstützung durch die Städtebauförderung an. Knapp drei Millionen Euro seit 2012 nach Lichtenfels geflossen, sagte sie auf Anfrage unserer Zeitung.


Immer wieder Neuigkeiten

Unterdessen radelten Bernhard und Cornelia Jung aus Ingolstadt auf den Marktplatz. Ihnen fielen die neuen Fahrradständer sofort ins Auge. "In der Art gibt es viele bei uns, aber die mit Doppelstreben finden wir besonders gut", stellte Bernhard Jung fest. Da könnten kleine und große Fahrräder abgestellt werden. 50 Kilometer radelt das Paar am Tag, dann suche man sich eine Unterkunft. Den Gottesgarten am Obermain habe man schon öfter besucht und sei immer wieder von Neuigkeiten für Fahrradtouristen überrascht worden. Diesmal waren es die gut ausgeschilderten Fahrradwege und die neuen Fahrradständer auf dem Lichtenfelser Marktplatz.