Für 21 junge Handwerker fand am Sonntag in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels die Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Lichtenfels mit Übergabe der Gesellenbriefe statt. Dabei wurden fünf Altmeister der "Goldene Meisterbrief" überreicht und zwei junge Meister vorgestellt.

Der Vizepräsident der Handwerkkammer für Oberfranken, Matthias Graßmann, gratulierte zur erfolgreich abgelegten Prüfung. An den Slogan der Imagekampagne des Handwerks "Leidenschaft ist das beste Werkzeug" anknüpfend sagte Graßmann: "Sie alle haben diese Leidenschaft gezeigt und äußerst erfolgreich ihr Werkzeug eingesetzt."

Der Vizepräsident erinnerte daran, dass das bisher Gelernte viel wert sei, aber nicht bis zum Berufsende reichen werde. Deshalb sei es wichtig, sich auf verändernde Arbeitswelten einzustellen, sich für neue Techniken und Methoden zu öffnen und ständig neue Materialien und Prozesse kennenzulernen. Auf alle Herausforderungen des Berufslebens bereite dagegen die Meisterprüfung vor. Ein Meisterbrief sei der perfekte Start in eine Tätigkeit als selbstständiger Unternehmer.


Handwerk ist was wert

Mit einem Ergebnis von 1,9 ist Dirk Schaller (Ausbildungsbetrieb Hummel Haustechnik) Prüfungsbester. Welche verschlungenen Wege eine Kariere nehmen kann, darüber berichtete Kreishandwerksmeister Mathias Söllner. In jungen Jahren hatte er einen Bäcker kennengelernt, der über einige Umwege heute Trainer der amerikanischen Backmannschaft ist.

Mut machte Söllner auch der amerikanische Trend, dass dort viele kleine Bäckereien aus dem Boden schießen würden. "Dort sind die Leute bereit, bis zu zehn Dollar für eine Backware zu zahlen", sagte Söllner.