Bei der 6. Studien- und Berufsbörse am Meranier-Gymnasium Lichtenfels konnten sich die Schüler der höheren Klassen, vor allem der Q11, des Meranier-Gymnasiums und des Gymnasiums Burgkunstadt, aber auch Schüler der Realschulen und Wirtschaftsschulen einerseits bei den Mitarbeitern von Hochschulen über die vielfältigen Studienmöglichkeiten und andererseits bei namhaften Firmen über ihre Berufschancen informieren.
Bei der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung in der Aula legte Direktor Stefan Völker den Schülern ans Herz, die Gelegenheit zu nutzen, sich bei Gesprächen mit den Vertretern der Hochschulen und Firmen mit den einzelnen Berufsbildern auseinanderzusetzen. Landrat Christian Meißner sah es als ideal an, dass die Berufsbörse den Firmen die Möglichkeit böte, ihre vielfältigen Berufsfelder zu präsentieren und andererseits die Schüler vielleicht sogar Berufe kennenlernen würden, woran sie vorher gar nicht gedacht hätten.

Firma Brose war umlagert

Die meisten Firmen hatten in der Turnhalle und in der Aula ihre Informationsstände aufgebaut, die bald von zahlreichen Schülern umlagert waren. Groß war der Andrang bei der Firma Brose, die aktuell etwa 300 junge Leute ausbildet. Besonders interessant für die Schüler waren neben den üblichen Ausbildungsberufen wie Mechatroniker, Werkzeugmechaniker, Technischer Produktdesigner oder Industriekaufleuten die dualen Studiengänge mit Bachelor-Abschluss im Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik.
Wer einen technischen Beruf ergreifen möchte, war bei der innovativen heimischen Firma Concept Laser aus Schney an der richtigen Stelle. Viele Schüler scharten sich um die Laseranlage und konnten hautnah miterleben wie mit der Metall-Laserschmelztechnologie statt Gießen und Fräsen in werkzeugloser Fertigung Präzisionsteile für die Luft- und Raumfahrt oder die Automobilindustrie entstehen.
Das Versandhaus Baur bietet neben kaufmännischen Berufen, Fachlageristen und Fachinformatikern auch duale Studiengänge und mehrere weitere interessante Ausbildungsberufe an. Besonders gefragt waren kreative Berufe wie Mediengestalter oder Fotograf.
Gerade bei dem letztgenannten Beruf ist neben Kreativität auch handwerkliches Geschick und Begeisterung für die Fototechnik erforderlich, um die Artikel im Katalog ins richtige Licht zu rücken.
Ebenso offerierten die bekannten Unternehmen Rösler Oberflächentechnik, Johnson & Matthey, Dechant, Raps aus Kulmbach, Aldi Süd, Scherer & Trier oder Waldrich aus Coburg neben den bekannten Ausbildungsberufen duale Studiengänge.
Natürlich stellten auch die ortsansässigen Geldinstitute Sparkasse, Raiffeisen-Volksbank und Hypo-Vereinsbank, die Krankenkassen, das Klinikum Lichtenfels, das Landratsamt Lichtenfels und HUK-Coburg den Schülern die beruflichen Perspektiven in ihren Unternehmen vor. Am Stand der Polizei ließen sich auch überraschend viele Mädchen über die Karrierechancen im Polizeivollzugsdienst von Peter Schuhmann von der Einstellungsberatung des Polizeipräsidiums informieren.Die Bundeswehr bietet neben Ausbildungsberufen Studiengänge an den beiden eigenen Universitäten in München und Hamburg an.
Auch die Mediengruppe Oberfranken war mit seinen verschiedenen Zeitungsausgaben an einem Stand vertreten. FT-Redakteur Tobias Kindermann und Maja Gugel von der Personalabteilung erläuterten den wissbegierigen Schülern die vielfältigen Ausbildungsberufe im Medienbereich, darunter kaufmännische, technische und gestalterische Berufe sowie duale Studiengänge. Vor allem der Beruf des Mediengestalters wurde nachgefragt. "Bei Interesse an einem Ausbildungsberuf kann man über ein Praktikum jederzeit erste Einblicke gewinnen", stellte Maja Gugel klar.

Unis und Hochschulen

Vor der Aufnahme eines Studiums ist eine eingehende Studienberatung unabdingbar. Deshalb nutzten zahlreiche Schüler die Gelegenheit, sich bei den Vertretern der Universitäten aus Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, Chemnitz und Jena sowie der Hochschulen Coburg, Hof und Amberg-Weiden über die vielfältigen Möglichkeiten und Studienbedingungen zu informieren.