Eigentlich liegt die Heimat des Marderhundes in Ostasien, insbesondere in China, jedoch arbeitete sich das etwa hundegroße Raubtier über die damalige Sowjetunion, wo es vor allem als Pelztier gehalten und ausgesetzt wurde, immer weiter in Richtung Westen vor.
Viele schenkten dem keine große Beachtung. Und der Marderhund (Enok) mit seiner hellen und bräunlich gefärbten Maske, bei einer oberflächlichen Betrachtung mit dem Waschbär zu verwechseln, breitete sich immer weiter aus.
Als diese Vorkommen, insbesondere in den östlichen Ländern- und Bundesländern, immer deutlicher erkennbar wurde, lieferte es zugleich den Beweis dafür, dass der Neubürger hier "angekommen" ist.
Nachdem der Marderhund, der allerdings im Gegensatz zum Waschbären nicht klettert, neben pflanzlicher Nahrung überwiegend Bodengelege, Kleintiere, Jungvögel und Fische erbeutet, kann zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht abgeschätzt werden, welche Auswirkungen diese fremde Raubwildart einmal auf das bestehende Ökosystem und die hierzulande beheimaten Tierarten haben wird. Von wissenschaftlicher Seite laufen zudem Untersuchungen, bei welchen Krankheitserregern, Viren und Bakterien, der Marderhund ebenfalls Überträger sein kann oder könnte.

Neue Herausforderungen

Deshalb steht auch die Jägerschaft im Landkreis Lichtenfels und darüber hinaus vor neuen Herausforderungen. Die Bejagung des Marderhundes dürfte nicht einfach werden, denn er ist überwiegend in der Nacht aktiv. Die Jägerschaft in der Region ist deshalb schon jetzt aufgefordert, nachdem in den heimischen Breiten der Marderhund kaum natürliche Feinde hat, dem mit einer strengen Bejagung entgegenzuwirken.