Zu einem "Tag der offenen Tür" öffnete am Samstagvormittag das Meranier-Gymnasium für alle übertrittswilligen Schüler sowie deren Eltern seine Pforten. Nach einer musikalischen Einstimmung durch den Unterstufenchor betonte der Direktor der Schule, Stefan Völker, dass das Meranier-Gymnasium den Schülern Bildung vermitteln und sie zu reifen Persönlichkeiten machten möchte, die fest im Leben stehen. Mit dem "Tag der offenen Tür" wolle man einen ersten Eindruck von der Schule vermitteln.

Studiendirektor Manfred Brösamle-Lambrecht informierte mit einer Powerpoint-Präsentation umfassend über die Aktivitäten der Schule, die aus einem naturwissenschaftlich-technologischen Zweig und einem sprachlichen Zweig besteht und zurzeit rund 950 Schüler und etwa 90 Lehrer umfasst.

Das Gymnasium sei der direkte Weg zum Abitur. Wer ihn gehen will, sollte wissbegierig sein und Freude am Entdecken haben, sich konzentrieren und lange bei einer Sache bleiben können, sprachgewandt sein und gerne verzwickte Aufgaben lösen - und vor allem gerne und effizient lernen. Das Gymnasium vermittle eine umfassende Allgemeinbildung mit der Befähigung zum Hochschulstudium und zu einer anspruchsvollen Berufsausbildung.

Neben den Pflichtfächern gebe es entsprechend den Neigungen der Schüler in der Unterstufe viele Betätigungsmöglichkeiten, etwa im Unterstufenchor, in der Big Band, der Theatergruppe 2, im Schulschach, beim Volleyball und Basketball oder mit dem Computerführerscheinkurs (Zehn-Finger-Tastschreiben) und dem Kurs "Lernen Lernen" (Lerntechniken). Außerdem stünden speziell für die neuen Schüler Tutoren aus der Mittelstufe als Helfer und Ansprechpartner zur Verfügung, wie Brösamle-Lambrecht berichtete.

Sehr gefördert werde der Schüleraustausch mit Shannon in Irland, Cesky Brod in Tschechien sowie mit den Schulen der Lichtenfelser Partnerstädte Cournon und Ariccia. Ausführlich ging er auch auf die offene Ganztagsschule ein, die (mit dem evangelischen Dekanat als Kooperationspartner) ein freiwilliges schulisches Angebot der ganztägigen Förderung und Betreuung der Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 darstellt.

Die Besucher hatten die Gelegenheit, das Schulhaus zu erkunden und sich ausführlich über die Unterrichtsfächer und viele Zusatzangebote zu informieren. Lehrkräfte standen jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung. Viele Fächer präsentierten sich mit Unterrichtsmaterialien und Infoständen. Es gab auch zahlreiche Vorführungen und Möglichkeiten, sich selbst zu betätigen.

Andrang beim Experimentieren

Groß war der Andrang im neuen Chemiesaal, wo das komplette Lehrerteam um Dieter Stamm dafür sorgte, dass die Zuschauer von eindrucksvollen Experimenten begeistert waren.

Im Biologieraum konnten die jungen Leute ihrem Forschergeist freien Raum lassen, indem sie eine Wasserprobe aus einem Teich unter dem Mikroskop auf Kleinstlebewesen wie Pantoffeltierchen untersuchten.
Auch im Physikraum durften die experimentierfreudigen Schüler verschiedene Versuche machen. Viel Spaß machte das Experiment "Heißer Draht", bei der man eine Drahtöse über einen gebogenen Draht führen muss, ohne diesen zu berühren.

Der Mathematiklehrer Michael Zeder demonstrierte am Whiteboard dynamische Geometrie und lud zu einem Rechenquiz ein.
Armin Weinmann stellte den potenziellen neuen Fünftklässlern die hervorragende technische Ausstattung der Klassenzimmer mit höhenverstellbarem Lehrerschreibtisch, Laptop, Graphic Tablet, Dokumentenkamera und Beamer vor.

Die Sportvorführungen in der Turnhalle zogen ebenso wie die offene Probe der Big Band mit Iris Arnal und Singen mit dem Unterstufenchor viele Zuschauer an. Wie immer sehenswert war die Ausstellung der Objekte aus dem Kunstunterricht der einzelnen Klassen.