Mit großem Schwung schleuderten drei Bürgermeister, und alle die beim ersten Spatenstich am Donnerstag in Isling dabei waren, die Erde himmelwärts. Allein der Wind an der Staatsstraße am Friedhof blies ihnen den Staub ins Gesicht. Trotzdem machten die Frau und die Männer vom städtischen und staatlichen Bauamt gute Miene zum bösen Spiel, schließlich galt es den Beginn der Bauarbeiten des neuen Radweges zwischen Burkheim und Isling auf den Weg zu bringen.
Überschwänglich pries der heimische Stadtrat Roland Lowig von der Wählergemeinschaft Leuchsental-Jura das Bauwerk, ging damit doch ein Wunsch in Erfüllung, den er schon seit längerem herbeisehnte. Sicherlich gebe es einen Radweg durch Feld und Flur, der an der Ortsgrenze von Burkheim über einen Feldweg nach Isling und dann auf der alten Staatsstraße nach Roth führe, aber: "Dort ist keiner geradelt", stellte er fest.


Radler setzten sich Gefahren aus

Berufs- und Genussradler blieben auf der Staatsstraße und setzten sich den Gefahren des starken Verkehrs aus. Altenkunstadts Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) lobte die kommunale Zusammenarbeit mit Lichtenfels. Beide Kommunen finanzierten den Bau gemeinsam, allerdings wäre an Fifty-Fifty nicht zu denken, da der 2,2 Kilometer lange Weg nur 600 Meter über seinen Ortsbereich führe. Mit einem möglichen 80-prozentigen Zuschuss werde die Gemeindekasse nicht über Gebühr strapaziert. Letztlich sei ihm aber die Sicherheit der Radfahrer, die von Altenkunstadt nach Lichtenfels und zurück wollen, am Herzen gelegen.


Von Kulmbach bis Bamberg

Stadtbaumeister Jürgen Graßinger bezifferte die Kosten der Maßnahme auf 270 000 bis 280 000 Euro. Auch das Lichtenfelser Stadtoberhaupt, Andreas Hügerich (SPD), hob die gute Zusammenarbeit mit Altenkunstadt hervor. Bald sei der Radfahrweg von Kulmbach bis Bamberg durch den Landkreis Lichtenfels durchgängig befahrbar. Ende des Jahres werden die Räder rollen, hoffte er.
Die Planung und Vorbereitung der Maßnahme durch das städtische Bauamt sei nicht einfach gewesen. Zum Beispiel der Grundstückserwerb und die Abstimmung mit dem staatlichen Bauamt. Der zuständige Bauober rat Jens Laußmann freute sich über den Lückenschluss zwischen Lichtenfels und Altenkunstadt und wies auf die hohe Förderung im Rahmen des Bayerischen Sonderbaulastprogramms hin. Rund 4500 Fahrzeuge am Tag beführen die Staatsstraße in diesem Bereich. Das Verkehrsaufkommen sei in den letzten Jahren stark angestiegen. Nach Fertigstellung des Radweges ginge die Baulast auf den Freistaat über. Damit fielen keine Folgekosten für die Kommunen an. Der neue Weg schließt an den bestehenden Radweg am Ortsausgang von Burkheim an, führt dann parallel zur Staatsstraße zur Friedhofskapelle und dann weiter linksseitig auf der alten Staatsstraße nach Roth. Dort quert er am Ortseingang die Staatsstraße. Über die Straße Am Ansbach führt er durch den Wald weiter nach Klosterlangheim und mündet dort in Staatsstraße 2203. Benutzbar bleibt aber auch der alte Radweg durch die Flur und die Ortsmitte von Isling.