Stellvertretender Landesvorsitzender Anton Freiherr von Cetto überreichte am Freitag Nadel und Urkunde im "Goldenen Stern" in Vierzehnheiligen.
Bezirksvorsitzender Rainer Taubert unterstrich in seiner Laudatio, dass Regina Taubert diese Auszeichnung nicht nur als erfolgreiche Bezirksschatzmeisterin erhalte, sondern auch als stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Lichtenfels, dem sie seit 20 Jahren als eine der drei Stellvertreter angehöre. Seit zehn Jahren organisiere sie die Reisen der Europa-Union. Besondere Verdienste habe sie sich bei der zweimaligen Ausrichtung der Landesversammlung erworben.
Bei der Mitgliederversammlung ging es in erster Linie um den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU. Der Bezirksvorsitzende machte deutlich, dass der Brexit uns alle angehe. Auch im Landkreis Lichtenfels seien exportorientierte Unternehmen durch die Abwertung des englischen Pfunds betroffen. Er nannte die Hofmann-Gruppe aus Schney und die Coburger Firmen Brose und Kaeser.


Die Jungen müssen's büßen

Nicolas Taubert hatte die Abstimmung als Student der schottischen Universität Aberdeen miterlebt. Der 25-Jährige aus Lichtenfels studiert Wirtschaftswissenschaft. "Ich werde dort mein Masterdiplom machen, trotz Brexit", sagt er. Die jungen Leute hätten dort gegen den Brexit gestimmt. "Nur die Alten waren dafür", war sein Eindruck. Er bedauerte seine Mitstudenten und Auszubildenden, die jetzt nicht mehr in den Genuss der europäischen Ausbildungsprogramme kämen. Er selbst habe Erfahrungen in Frankreich gesammelt und nach seinem Bachelor-Examen sechs Monate im Brüsseler Europabüro von Monika Hohlmeier gearbeitet.
Rainer Taubert berichtete von der Landesversammlung der Europa-Union in München. Dazu hatte er eine Resolution erarbeitet, die von den Mitgliedern des Landesvorstandes einstimmig verabschiedet worden seien. Darin fordert die Europa-Union von der Bundesregierung mit der Autorität ihrer 4500 bayerischen Mitglieder konkret: eine zwischen allen Ministerien und Politikebenen koordinierte und zusammenhängende Strategie in der Flüchtlingsfrage. Die drastische Intensivierung der Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien untereinander sowie mit den auswärtigen Partnern werde dringend empfohlen. Personell müssten Seenotrettung, Polizei und Einwanderungsbehörden aufgestockt werden.
Regina Tauber stellte die nächste Reise des Bezirksverbandes vor, die vom 10. bis 12. September nach Prag in Tschechien führt. Ein Highlight ist der Besuch der Ausstellung zum 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. die von der Tschechischen Republik und dem Freistaat Bayern gemeinsam veranstalten.