"Wir haben nichts dagegen, wenn ihr den Bahnhof barrierefrei umbaut, aber bezahlen müsst ihr die Maßnahmnen selber" - so lautete die Antwort der Deutschen Bahn auf mehrere Anfragen seitens der Stadt, wie Stadtrat Dieter Leicht (SPD) am Dienstagabend sagte. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins hatte einige Politiker zum Staffelsteiner Bahnhof eingeladen und auf die Dringlichkeit eines Aus- oder Umbaus hingewiesen.

"Wir sind eine Kurstadt - der Zug kommt direkt bei der Therme und der Klinik an, und dann muss man erst mal einen Hindernislauf machen?! Das ist für uns nicht nachvollziehbar!", schimpfte Dieter Leicht im Beisein des verkehrspolitischen Sprechers des Landtags Thomas Beyer und des Landtagsabgeordneten Ralf Pohl (beide SPD).

Die 25 Stufen an den Bahnsteigen 2 und 3 sind für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl nicht oder nur mit großer Mühe zu bewältigen. Der Einbau eines Lifts ist derzeit von Seiten der Bahn nicht geplant. Begründung der Bahn: Die Kapazität von 1000 Frequentierungen pro Tag werde nicht erreicht.

Rund 1000 Bahnhöfe gebe es in Bayern, erklärte der verkehrspolitische Sprecher, Thomas Beyer, davon seien noch nicht einmal 200 barrierefrei. Im Prioritäten-Katalog liege Bad Staffelstein leider ziemlich weit hinten: frühestens 2018 seien Umbaumaßnahmen vorgesehen. Also müssten Urlauber und Kurgäste mindestens noch fünf Jahre, die 25 Stufen irgendwie runter und wieder hoch zu den Bahnsteigen klettern. - Anmerkung am Rande: Den Namen "Bahnhof" hat die DB in Bad Staffelstein schon mal in "Verkehrsstation" geändert.