Die Damen waren nicht vom Hexentanzplatz auf dem Brocken angereist, sondern präsentierten sich bayrisch in rotweißen Blusen und in Krachledernen. Veranstalter des Konzerts waren einmal mehr die Erntehelfer aus Neuses am Main. Es brodelte auf der Bühne im Hof der Brauerei Günther. Von knapp 3000 Fans umjubelt gaben die Musikerinnen so richtig Gas. Die "Isartaler Hexen" begeisterten Jugendliche, aber auch ältere Besucher. Ihr musikalisches Können präsentierten sie mit Charme, Natürlichkeit und Ausstrahlung.

Vom ersten Akkord an herrschte Schunkelstimmung, beim zweiten Stück erklommen die ersten Gäste die Sitzgelegenheiten und jubelten der Frauenpower-Band aus der Oberpfalz zu. Gegen 21 Uhr standen rund 1000 Fans auf Tischen und Bänken, um "ihre Hexen" auf dem Schaugerüst zu feiern.

Die acht Vollblutmusikerinnen aus dem Isartal punkteten mit einer Mischung aus Rock, Pop und bayrischen Schlagern. Nicht von ungefähr sind die "Isartaler Hexen" die derzeit angesagteste Frauenband aus dem Süden der Republik. "Brave Mädchen kommen in den Himmel, doch die bösen kommen überall hin", hallte es über den Hof.

Die "Isartaler Hexen" feiern in diesem Jahr ihr 15. Bühnenjubiläum und ließen es sich nicht nehmen, Halt in Burgkunstadt zu machen. Bereits zehnmal waren sie bei den "Erntehelfern" zu Gast, und wieder mit großem Erfolg. Die Mädels wissen genau, wie sie die Fans in den Bann ihrer Musik ziehen, wie sie sie zum Mitklatschen und -singen animieren. Neben aussagekräftigen Stimmen begeisterten sie auch mit einem Trompeten- sowie einem Schlagzeugsolo.

Vereinsvorsitzender Walter Groß bedauerte es, dass die Ordner nur knapp 3000 Besucher hereinlassen konnten. Erfreut war er über die vielen "Hexen"-Fans, die teilweise von weither angereist waren und auch hier übernachteten. Die Sicherheit sei gewährleistet, betonte er, und die Jugendlichen würden, je nach Alter, mit farbigen Armbändern versehen, damit die Sperrstunden von ihnen nicht überschritten werden. Für Randalierer sei hier kein Platz: "Wir wollen ein friedliches und fröhliches Fest für alle", sagte er. Rund 100 Vereinsmitglieder seien im Einsatz, ohne die Helfer von BRK und Feuerwehr. 2017 wolle man das "20-Jährige" gebührend feiern - und wie immer ein Teil des Erlöses wohltätigen Zwecken zur Verfügung stellen.