Eine rege Bautätigkeit zeichnet sich für die kommenden Monate in Lichtenfels ab. Nicht weniger als 14 Anfragen und Anträge wurden am Dienstag bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses einstimmig befürwortet.
Größtes Wohnbau-Projekt ist der Neubau von vier Doppelhäusern mit Carports und Stellplätzen am Oberwallenstadter Weg 29. Stadtbaumeister Jürgen Graßinger erwähnte zwar die Pultdächer, trotzdem füge sich die Anlage in die Umgebung der Mehrfamilienhäuser mit Satteldächern harmonisch ein.

Bürgermeister Andreas Hügerich zeigte sich zufrieden. "Das ist die richtige Richtung für das Wohnen in Lichtenfels", sagte er.


Betriebshalle mit sieben Garagen


Auch gewerbliche Projekte fanden die Zustimmung des Stadtoberhaupts. Zum Beispiel der geplante Neubau einer Betriebshalle mit sieben Garagen der Firma Zirkelbach an der Forsthuber Straße 7 in Buch am Forst.
Mit dem Gewerbegebiet Schney gehe es weiter voran, freute sich der Bürgermeister. An der Friedrich-Ebert-Straße 13 zwischen der katholischen Kirche und dem Netto-Markt soll ein Bürokomplex mit der Firma Backer und Hofmann mit einer weitläufigen Parkflächenanlage entstehen.

Geländeauffüllungen sind oft Gegenstand heftiger Diskussionen. Nicht so bei dem Bauantrag von Claus Deininger, der eine Fläche von etwa 500 Quadratmetern gegenüber des Jugendzentrums an der Köstener Straße aufschütten möchte. Es handle sich um reinen Erdaushub, beantwortete der Stadtbaumeister eine entsprechende Frage von Ausschussmitglied Johannes Oppel von der Wählervereinigung Leuchsental Jura.


Hoffnung auf Lärmschutz


Bei der Ausschusssitzung am 5. April hatte Helmar Zipp (SPD) vehement seine Forderung nach einem Lärmschutz an der Autobahn in Reundorf erneuert.

Bürgermeister und Stadtbaumeister waren damals skeptisch: Bundesbahn und Autobahndirektion seien wohl zu keinen Zugeständnissen bereit. Jetzt scheint sich aber doch eine Möglichkeit abzuzeichnen, Erleichterungen für die dort wohnenden Bürger zu schaffen. Das Eisenbahn-Bundesamt werde 2018 bundesweit einen sogenannten Lärmaktionsplan entwickeln, gab Bürgermeister Hügerich bekannt.

Im Jahr davor erfolge eine öffentliche Beteiligung, in der die Stadt ihre Forderungen artikulieren werde, versprach Hügerich. Helmar Zipp war erfreut, betonte jedoch: "Wir müssen dranbleiben."