In Oberfranken habe es einen Zuwachs bei den Ankünften in Höhe von 4,3 Prozent und bei den Übernachtungen von 3,6 Prozent gegeben, erläuterte die Bezirksvorsitzende. Die Bettenauslastung lag bei 33,5 Prozent und die durchschnittliche Verweildauer bei 2,6 Tagen. Auch für den Landkreis Lichtenfels ergebe sich insgesamt eine positive Entwicklung. So sank zwar die Zahl der Ankünfte um 0,2 Prozent, die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bettenauslastung lag bei 41,5 Prozent.

Die guten Zahlen seien vor allem auf die Ergebnisse in Bad Staffelstein zurückzuführen, betonte die Bezirksvorsitzende. Dort lag die Steigerung bei 2,8 Prozent. Die Badstadt stellte allein drei Viertel der Übernachtungen im Landkreis. Auch in Michelau konnten mit 8,9 Prozent gute Zuwächse verzeichnet werden. Demgegenüber mussten Altenkunstadt mit minus 0,7, Weismain mit minus 13,4 und Ebensfeld mit 14,8 Prozent Rückgänge gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.

In der Stadt Lichtenfels wurden 116 693 Übernachtungen gezählt, gab der Leiter der Tourist Information, Harald Fischer, bekannt. Das seien 3428 mehr als im Jahr 2010. Die Zunahme wurde allerdings nur auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen verzeichnet. Die Zahl in Hotels und Gasthöfen - gewerblichen Betrieben mit über acht Betten - sei mit 42 000 etwa gleich geblieben. Die Frage, ob der Korbmarkt wie gewohnt stattfinde, bejahte Fischer. Der Markt werde jetzt vom Stadtmarketingverein organisiert. Dieser übernehme die Aufgaben der Werbegemeinschaft "Treffpunkt".

Die Möglichkeit die Imagewerbung zu verbessern, machte Mitgliederbetreuer Michael Lauer transparent. Er stellte den neuen "Gastromanagementpass" (GMP) vor, der als Pilotprojekt in Bayern gestartet wurde. Die Zertifizierung sei selbstverpflichtend, national anwendbar und zeitlich begrenzt. Sie beinhalte unter anderem Hygiene, Unternehmensführung und Service-Qualität. Kreisvorsitzender Volker Gagel machte deutlich, dass die Mitgliedsbetriebe im Landkreis keine Schwierigkeiten hätten, die Vorgaben zu erfüllen, die in den meisten Häusern bereits Standard seien.

Der Stellvertreter des Landrats, Helmut Fischer (CSU), lobte das Engagement des heimischen Hotel- und Gaststättenverbandes.
Er erinnerte an den neu gegründeten Tourismusverein des Landkreises, der alle Regionen mit einschließe und nicht wie die Vorgängerorganisation, die das Schwergewicht auf den Bad Staffelsteiner Raum gelegt hätte.