Konrad Zeis von der örtlichen Polizeidienststelle hegte Zweifel daran, dass die Wohnung gleich wieder bewohnbar sein würde: "Die Küche ist kohlschwarz, Wohnzimmer und Bad sind ebenfalls verrußt." Das müsse erst alles gereinigt beziehungsweise renoviert werden. Die Familie habe einige Sachen gepackt und sei bei Bekannten untergekommen. Den Schaden bezifferte er nach einer ersten Schätzung auf mindestens 10.000 Euro. Der Herd ging kaputt, die Dunstabzugshaube auch. Ein Gebäudeschaden ist nicht entstanden.

Das Ehepaar mit zwei Kindern wohnt zur Miete in dem Haus neben dem Eiscafé. Wie sich das Kissen in ihrer Abwesenheit entzünden konnte, ließ sich gestern Abend, als es passiert war, zwar nur vermuten. Da es sich um ein neues Hundekissen handelte, das am Herd abgelegt war, und sich der Hund noch in der Wohnung befunden haben soll, war es aber naheliegend, dass der Vierbeiner an dem Geschehen beteiligt war.

Er könnte hochgesprungen sein, um das Kissen zu erreichen, und dabei an einen der Knöpfe am Herd gekommen sein, hieß es. Die Geschädigten beteuerten jedenfalls, an diesem Tag den Herd noch nicht benutzt zu haben. Das Kissen hatte sich schließlich entzündet und beim Verbrennen für die enorme Rauch- und Rußentwicklung gesorgt.

Lüfter eingesetzt

Einem Nachbarn war dies kurz nach 17 Uhr aufgefallen, wohl zeitgleich mit den zurückkehrenden Bewohnern. Für die sofort alarmierte Feuerwehr gab es nichts mehr zu löschen, sie musste vor allem Lüfter einsetzen, um den Qualm aus der Wohnung zu bekommen.