Junge Künstler gestalteten am Sonntag in der Basilika Vierzehnheiligen das 5. Förderkonzert des Soroptimist International Club Coburg. Anna-Maria Frankenberger (Harfe), Manuel Höppner (Orgel) und Nathalie Flessa (Mezzosopran) boten dem Publikum einen Mix barocker Meister und Komponisten der Romantik. Das Ensemble agierte dabei so behutsam wie mitreißend. Vorgetragen wurden Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Cesar Franck, John Thomas, Georg Friedrich Händel, Siegfried Karg-Elert und Charles-Marie Widor.
Mit Bachs Präludium und Fuge in C-Dur gelang Manuel Höppner ein stimmungsvolles Entree in das niveauvolle Konzert. Der Schüler des Basilikaorganisten Georg Hagel machte die bebende Klanggewalt der Rieger-Orgel erlebbar. Der 19-Jährige setzte majestätische Akkorde mit punktiertem Rhythmus und spielte sich sogleich in das Herz der Zuhörer.
Den klangschöne Sologesang der Mezzosopranistin Nathalie Flessa, die das "Ave Verum" vortrug, begleitete Anna-Marie Frankenberger mit der Harfe. Mozarts sanftes himmlisches Gebet an den Erlöser, der für die Sünden der Menschen sein Blut vergossen hat, berührte die Zuhörer zutiefst.
Einfühlungsvermögen vermittelte Anna-Maria Frankenberger beim Adagio von Johann Sebastian Bach. Die Coburgerin war mehrfache Preisträgerin beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert".
Bei dem anspruchsvollen und hochklassig dargebotenes Programm durfte Cesar Franck nicht fehlen. Das "Panis Angelicus" erfreute die Freunde der geistlichen Musik. Manuel Höppner unterstrich den Sologesang der 1986 in Bayreuth geborenen Interpretin. Nathalie Flessa wurde im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend musiziert" bis hin auf Bundesebene ausgezeichnet.
Mit dem A-Moll-Choral von Franck deutete sich die Hinwendung des romantischen Komponisten zur Moderne an. Der Organist entlockte dem Instrument einen traurigen Gesang, der die Zuhörer tief im Inneren zu treffen schien. Die Harfistin präsentierte mit "The Tear" des englischen Komponisten John Thomas die ganze Breite des Instruments des biblischen Königs David. Die Harfe als Soloinstrument, diesen Trend unterstrich Anna-Maria Frankenberger mit dem Stück aus "Four Ramonaces" von Lord George Bryon. Die Arie aus Xerxes von Georg Friedrich Händel offenbarte die ganze Pracht des Barock. Mit der Toccata in F-Dur von Charles-Marie Widor ließ Manuel Höppner das Konzert ausklingen.
Ziel der Soroptimisten sei es, jungen Menschen, Frauen im Besonderen, die in ihrer Kindheit nicht auf der Sonnenseite des Lebens standen, Chancen zu bieten; mit diesen Worten hatte Monica Schütz vom Soroptimist Club Coburg das Konzert eingeleitet. Die finanzielle und moralisch stützende Zuwendung gelte daher der Aus- und Fortbildung sozial benachteiligter junger Frauen und Mädchen.