Den Weihnachtsabend auf dem Staffelberg zu verbringen, ist etwas Besonderes. Die Stille auf dem Bergplateau, der weite Himmel - und die feierliche Stimmung bei der Messe in der Adelgundiskapelle sind eindrucksvoll. Auch heuer werden die Musiker der Staffelsteiner "Nothelfer" wieder eine halbe Stunde vor der Mette in dem Kirchlein musizieren. Monsignore Wolfgang Witzgall hält dann die Mette, die von den "Nothelfern" musikalisch gestaltet wird.
"Wir haben haben schon jedes Wetter gehabt bei der Mette", erinnert sich Adolf Geuß von den "Nothelfern" - "wir hatten Regen, Schnee und Glatteis - aber so warm wie heuer war's noch nie". "Eine halbe Stunde vor der Christmette beginnen wir zu spielen", sagt der musikalische Leiter der "Nothelfer", Michael Diller. Er hat die Arrangements für die weihnachtlichen Stücke geschrieben, die gespielt werden: "Es wird scho' glei' dumpa", "Auf, auf ihr Hirten", der "Andachtsjodler" und "Die kleine Bergkirche" sind einige der Stücke, die intoniert werden.


Eine Tradition aufrecht erhalten

Adolf Geuß hatte das Musizieren an Weihnachten auf dem Staffelberg ums Jahr 2000 herum in itiiert. Grund war, dass von der Pfarrei aus keine Mette mehr auf dem Staffelberg gehalten werden konnte. Adolf Geuß wollte die Tradition aufrechterhalten. Er konnte seine Kollegen von den "Nothelfern" dafür ebenso gewinnen wie Monsignore Wolfgang Witzgall, der seither die Mette in der Adelgundiskapelle hält, zu der jeweils rund 100 Menschen kommen.
Die "Nothelfer" bestehen seit 1980. Im Laufe der Jahre kamen weitere Musiker dazu, das Repertoire wuchs, und immer öfter war fortan die Bläsergruppe gefragt. Meist sprangen die Musiker spontan bei Engpässen ein, haben also in der Not ausgeholfen. So entstand im Staffelsteiner Land die Auffassung: "Das sind die Nothelfer" - daher die Namensgebung.
Die Nothelferkapelle ist nach und nach auf mehr als zehn Bläser gewachsen. Sie ist ein gern gehörtes Ensemble in Bad Staffelstein und Umgebung, vor allem auch, weil die Nothelfer völlig ohne Verstärker spielen. Zudem ist die Nothelferkapelle die kirchliche Blasmusik der katholischen Pfarrei Sankt Kilian in Bad Staffelstein.
Die Musiker sind unter anderem präsent bei Einweihungsfeiern, Geburtstagen, Jubiläen, Trauerfeiern, Maiandachten, Festgottesdiensten, Prozessionen, Wallfahrten nach Vierzehnheiligen und dem Kirchweihfrühschoppen.


Wenn's eng wird, springen sie ein

Treffend charakterisiert wird die Formation durch den folgenden Vierzeiler aus einer Komposition von Michael Diller: "Wir sind die Bläser - Nothelfer die sind wir - gibt's keine Musik - ja dann kommen wir - immer wenn's eng wird - füllen wir die Lück' - daher auch der Name - Nothelfermusik."
Zum Schluss der Mette auf dem Staffelberg wird "Stille Nacht" erklingen; wenn die Besucher die Adelgundiskapelle verlassen, werden sie von den Klängen der "Fröhlichen Weihnacht" hinaus in die Nacht begleitet.
Staffelbergwirt Gottfried Schmitt unterstützt Adolf Geuß, der den Mesnerdienst innehat, beim Organisieren der Mette. Die Staffelbergklause selbst ist am Heiligen Abend geschlossen.
Bei den "Nothelfern" wirken mit: Adolf Geuß (Trompete und Partieführung), Hans-Rudolf Stich (Trompete), Franz Riedl (Flügelhorn), Josef Böh (Trompete), Willy Dierauf (Trompete), Hartwig Hümmer (Tenorhorn), Klaus-Jürgen Scherr (Tenorhorn) Franz Hatzold (Tenorhorn), Gerhard Müller (Tenorhorn), Michael Diller (musikalischer Leiter), Richard Lurz (Posaune), Jakob Aigner (Tuba) Martin Hümmer (Trompete), Theresia Scherr (Trompete) und Hans Meixner (Bass).




Mette und Musik

Am Heiligen Abend findet eine Mette in der Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg statt, die von Monsignore Wolfgang Witzgall gehalten wird. Musikalisch gestalten die "Nothelfer" den Gottesdienst. Das Einspielen beginnt um 21.30 Uhr, die eigentliche Mette um 22 Uhr.