Schon seit Jahren wird immer wieder gefordert, die Grundschule komplett auf Vordermann zu bringen. Doch getan hat sich bislang nichts. Jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit. Im Bauausschuss am Dienstagabend teilte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) mit, dass es in der Novembersitzung ans Eingemachte geht. "Generalsanierung oder Neubau - darüber werden wir beraten."
Die Mitglieder des Ausschusses wiederum machten Nägel mit Köpfen was den Brandschutz der Bildungseinrichtung anbetrifft: Mehrheitlich stimmten sie der Errichtung von Nottreppen an der Grundschule zu. "Damit kommen wir den Anforderungen an den Brandschutz nach", sagte der Bürgermeister, der die Kosten für das günstigste Angebot auf rund 70 000 Euro bezifferte. Zudem führte er eindringlich vor Augen, was passieren würde, wenn die Gemeinde nicht tätig werden würde: "Dann müsste die Schule bis Weihnachten geschlossen werden. So teilten es uns übereinstimmend das Landratsamt und Kreisbrandrat Timm Vogler mit." Anhand von digitalisierten Plänen erläuterte der Bürgermeister, dass am Altbau eine und am Neubau zwei Nottreppen errichtet werden. Für den Fall, dass die Treppen einmal nicht mehr gebraucht würden, könnten sie wieder veräußert werden, erklärten übereinstimmend Hümmer und sein CSU-Fraktionskollege Gunther Czepera.
Norbert Schnapp von der Jungen Wähler Union (JWU) wollte wissen, ob man nicht gleich eine gebrauchte Treppe hätte kaufen können. "Die Alternative wäre, gleich eine zu kaufen", erwiderte Gerd Hofmann von der Bauverwaltung mit Blick auf die geringen Preisunterscheide. Walter Limmer (JWU) kritisierte, dass immer nur Geld für Einzelmaßnahmen verbuddelt werde. "Wir brauchen endlich ein Gesamtkonzept für die Grundschule", stellte er mit Nachdruck fest. "In der nächsten Gemeinderatssitzung werden wir uns darüber Gedanken machen", beruhigte ihn der Bürgermeister. Das reichte allerdings nicht aus, um ihn zu einer Zustimmung zu den Nottreppen zu bewegen. Als einziger stimmte er gegen den Bauantrag der Gemeinde.
Am Burgkunstadter Bahnhof haben Behinderte schlechte Karten. Dieser ist nämlich nicht barrierefrei. MdL Susann Biedefeld (SPD) aus Strössendorf informierte die Gemeinde, sich bei der Bahn für einen behindertengerechten Umbau einsetzen zu wollen. Hümmer würdigte Biedefelds Engagement. Zugleich verwies er darauf, sich bereits erfolglos mit der Burgkunstadter Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) für eine Barrierefreiheit eingesetzt zu haben. "Es steigen einfach zu wenig Bahnkunden in Burgkunstadt ein, die eine solche Maßnahme rechtfertigen würden, wurde uns von der Bahn mitgeteilt", sagte Hümmer.


Aufzug für die Mittelschule

Die Mittelschule Altenkunstadt wird behindertenfreundlich gemacht: Das Behinderten-WC ist bereits gebaut. Jetzt sind die Bauarbeiten für den Aufzug in vollem Gange. Auf Nachfrage von Norbert Schnapp teilte der Bürgermeister mit, dass diese kürzlich unterbrochen werden mussten: "Schuld waren fehlerhafte Messungen, die die Statik betrafen. Mit dem Statiker musste nach einer Lösung gesucht werden. Inzwischen konnten die Bauarbeiten wieder fortgesetzt werden."
Im Frühjahr hatten die Abbrucharbeiten an der Obermainhalle in Burgkunstadt begonnen. Das Gebäude wird zunächst entkernt und dann wieder aufgebaut. Im September nächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Für die Handballgemeinschaft Kunstadt, der Spieler aus Alten- und Burgkunstadt angehören, beginnt nach den Herbstferien wieder der Spielbetrieb. Aus diesem Grund suchte der Verein nach einem Trainingsquartier in den Herbst- und Winterferien und wurde in Altenkunstadt fündig. Die Gemeinde bat er, die Kordigasthalle nutzen zu dürfen. Der Bauausschuss kam dem Wunsch mehrheitlich nach.
Man hat sich auf folgende Regelung verständigt, die Bürgermeister Hümmer vortrug: "In den Herbstferien kann die Halle an zwei Tagen genutzt werden: entweder am Donnerstag, 5., und am Freitag, 6. November, oder am Mittwoch, 4., und Freitag, 6. November. Zwischen Weihnachten und Neujahr findet kein Training statt. Am Montag, 4., und Dienstag, 5. Januar, kann dann wieder trainiert werden."