Der Landkreis darf vom Bahnfernverkehr nicht abgeschnitten werden, wenn durch die Neubaustrecke der ICE-Halt wegfällt. Dafür kämpfen die Kommunalpolitiker, allen voran Landrat Christian Meißner (CSU), seit Monaten. Unterstützt werden sie von Vertretern der Wirtschaft und Kollegen aus benachbarten Landkreisen. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) dankte für diese Allianz und zeigte sich zuversichtlich, bis Ende des Jahres mit der Bahn eine Lösung zu finden. Wunsch ist eine gute IC-Anbindung ab nächstes Jahr. Kreisrat Günter Dippold (CSU) mahnte an, auch die Nahverkehrsverbindungen nicht aus dem Blick zu verlieren.


Regiomed-Bilanz

Der Geschäftsführer Finanzen des Klinikverbundes Regiomed, Thomas Hergt, stand den Kreisräten Rede und Antwort zur Wirtschaftlichkeit des Lichtenfelser Krankenhauses. Mit einem Ergebnis von 1,1 Mio. Euro sei 2015 ein erfolgreiches Jahr gewesen. Dass das MVZ mit Verlusten zu kämpfen habe, sah Hergt unaufgeregt. Das Ergebnis 2016 gehe nach oben und das MVZ sei für die Kliniken strategisch wichtig, weil es ihnen Erlöse bringe.
Krankenhausdirektorin Eva Jungkunst betonte, man betreibe MVZs nur, wenn sich kein niedergelassener Arzt finde. Beide dementierten Stellenabbaupläne. Im neuen Klinikum werden nicht mehr alle die gleichen Aufgaben haben, weil sich Teams und Funktionen verändern. 30 Mitarbeiter werden bis zur Inbetriebnahme in Rente gehen. Deren Stellen müssten neu besetzt werden. Aktuell sind 845 Mitarbeiter beschäftigt.

Tristan Rinker informierte über die Fortschritte auf der Baustelle. Die Koordination der Gewerke beim Ausbau sei eine zunehmende Herausforderung. Die Kosten belaufen sich auf aktuell 116,57 Mio. Euro. Davon wird eine Förderung durch den Freistaat von 81,9 Mio. erwartet. Der Landkreis trägt einen Eigenanteil von 17,68 Mio, die Klinikum GmbH einen von rund 17 Mio. Euro. Applaus gab es für die Feststellung des Landrates, er werde als Bezirksrat verlangen, ein ähnlich klar verständliches Finanzierungskonzept für den Bau des Neubaues in Kutzenberg vorgelegt zu bekommen.


Partnerschaft mit Südtirol

Einmütig fiel die Zustimmung des Kreistages zur Partnerschaft mit der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern in Südtirol aus. Durch vielerlei Kontakte, auch über Vereine, soll die Verbindung mit Leben erfüllt werden.