Vor knapp einem Jahrzehnt ist die Familie an den Obermain gekommen und in diesem familiären Umfeld sind drei Kinder wohlbehalten aufgewachsen. Allerdings begann die mit 14 Jahren älteste Tochter Laura zuletzt öfters über Kopfschmerzen, Migräne und Übelkeit zu klagen, so dass ständige Arztbesuche notwendig waren.


Tumor im Kleinhirn der 14 jährigen Laura

Ganz schlimm wurde es zwischen Jahreswechsel und mit Beginn des neuen Jahres, wobei sich zusätzlich noch Gesichtslähmungen einstellten. Eine Kernspintomographie brachte schließlich Klarheit darüber, dass sich am Kleinhirn ein Tumor gebildet hatte, so dass auf ärztliches Anraten in der Kinderklinik in Coburg die Familie ihr Mädchen sofort in die Kinder- und Kopfklinik nach Erlangen verlegen ließ, wo sie ein Ärzteteam über die Brisanz dieser Erkrankung und die notwendigen Maßnahmen informierte, denn die Situation stellte sich lebensbedrohlich dar.
Während der Tumoroperation kam dann noch ein Hirnbluten hinzu, so dass für die kleine Laura, als sie aufwachte, nichts mehr wie früher war. Sie hat inzwischen die Klinik verlassen, ist jedoch in ihrer Bewegungsfähigkeit dermaßen eingeschränkt, dass sie an den Rollstuhl gebunden ist. Die Familie hofft natürlich, dass die Rehabilitationsmaßnahmen den erhofften Erfolg bringen.

Allerdings ist in der Familie auch klar, dass nichts mehr wie früher sein wird, denn obwohl Laura eine gute Schülerin war, wird sie vielleicht für immer an den Rollstuhl gefesselt sein. Auch die Familie, die sie regelmäßig in der Klinik und Reha-Klinik besucht, muss sich mit der veränderten Situation befassen. Erfreulich ist dabei, dass der Ehemann von der Firma Baur unproblematisch freigestellt wurde und die Baur-Familie eine große Spendenaktion initiiert hat.


Wohnen im zweiten Stock ist schwierig

Dennoch werden sich die Eheleute jetzt ein rollstuhlgerechtes Auto kaufen und die Wohnungseinrichtung anpassen müssen. Der größte Wunsch der von Daniela und Krzysztof Staniszewski wäre es jedoch, wenn sie ein Häuschen erwerben oder eine ebenerdige Wohnung mieten könnten, denn derzeit wohnen sie im zweiten Stock eines Hauses ohne Aufzug und dies ist für eine Rollstuhlfahrerin natürlich besonders schwierig.

Beistand hat die Familie Staniszewski bereits von der Kindertagesstätte der evangelischen Christuskirche in Burgkunstadt erhalten, denn der Elternbeirat, die Kindergartenleitung und Erzieherinnen entschieden sich, die Hälfte des Erlöses aus dem Sommerfest (400 Euro) der kleinen Laura zu spenden. dr