Ab September wird es in der Berufsfachschule der Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen einen neuen Ausbildungszweig geben. Innerhalb von einem Jahr kann man sich dann dort zur "staatlich geprüften Pflegefachhelfer/-in (Altenpflege)" ausbilden lassen, so der offizielle Titel. Für die Schwestern ist es ein weiterer Baustein in einem Bereich, wo sie schon tätig sind. Sie betreiben bereits das Marienhospital in Erlangen sowie das Pflegezentrum St. Elisabeth innerhalb des Waldkrankenhauses in der Stadt. "Ein Pflegebett für die neue Ausbildung werden wir bald von dort bekommen", sagt Schulleiter Herbert Schäfer-Ruschig.
Die Franziskusschwestern engagieren sich in Projekten auf der ganzen Welt. "Doch unser Blick fällt auch dahin wo wir leben", sagt Generaloberin Regina Pröls. Eine Aufgabe sei auch die Beobachtung der demografischen Entwicklung. "Die Versorgung der älteren Menschen wird zunehmend schwieriger werden." Durch die Leitung der beiden Senioreneinrichtungen in Erlangen sei man gut mit beiden Seiten vertraut, der Lage der Bewohner und der Lage der Pflegenden.
Die Franziskusschwestern haben sich eine Besonderheit ausgedacht: Das Angebot richtet sich auch Wiedereinsteigerinnen ins Berufsleben", betont die Generaloberin. Das unterstützt man sogar finanziell (siehe Infobox).
Die Ausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch auf die Ausbildung zum Altenpfleger angerechnet werden. Mindestens 17 Jahre muss man alt sein und über einen Hauptschulabschluss verfügen. Zwei Praxistage werden mit drei Tagen Theorie kombiniert. "So können die Schüler das Gelernte gleich vertiefen", sagt Schulleiter Schäfer-Ruschig. Davon werden 160 Praxisstunden in Krankenhäusern absolviert.
In der Region ha man sich bereits rund ein Dutzend Kooperationspartner dafür gesucht, meist um Bad Staffelstein herum. "Wir könnten uns aber auch vorstellen, mit den Einrichtungen in Erlangen zusammenzuarbeiten, was für Leute praktisch wäre, die aus der Region kommen. Momentan liegt die Schülerzahl in Vierzehnheiligen in den beiden vorhandenen Zweigen bei 70 bis 80, durch den neuen Ausbildungsgang rechnet man dort mit einem Anstieg. "Bis zu 100 Personen können wir hier sicher unterrichten", sagt Schäfer-Ruschig.