"Stell Dir vor, es brennt und keiner geht hin"- mit diesem Slogan wollen die freiwilligen Feuerwehren Jugendliche werben. In Eggenbach, Gemeindeteil von Ebensfeld, rückt manchmal die Wehr nicht aus, weil die Feuerwehrleute die Sirene nicht hören. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag im Jugendheim beklagte Vorstandsmitglied Georg Sebald diese Sicherheitslücke.
"Wir hören die Sirene, laufen zum Feuerwehrhaus und da ist niemand", sagte er. Wenn Nachbarorte alarmiert werden, meinten die Brandschützer oft, dass der Alarm ihnen gelte. Sebald wies darauf hin, dass der Standort am Feuerwehrhaus nicht günstig sei. "Früher war die Sirene auf dem Schuldach, die haben wir alle gehört", erinnerte er sich.


Zusätzlich Alarmierung per Handy

Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) handelte sofort. Schon gestern ordnete er an, dass alle Feuerwehrleute im Gemeindegebiet mit einer Handyalarmierung ausgerüstet werden sollen. Auf Anfrage unserer Zeitung sagt er: "Diese Alarmierung ist zusätzlich und ersetzt nicht die Sirene." Funklöcher oder ein Netzausfall müsse man dabei berücksichtigen.
Alois Kästler wärmte alte Kamellen auf: die fehlenden Gehsteige im Bereich des Klingenwegs beiderseits der Hauptstraße. Er müsse, wenn er Fahrzeugen ausweichen wolle, durch den Matsch laufen.
Bürgermeister Bernhard Storath rief in Erinnerung, dass damals, als der Landkreis die Ortsdurchfahrt saniert habe, die Möglichkeit bestand, auch Gehwege zu bauen. "Die Anlieger waren dagegen, da sie sich an den Kosten beteiligen mussten. Die Straßensanierung sei zwar Sache des Landkreises, aber nicht die Gehsteige. Diese Kosten müssten auf die Anlieger umgelegt werden. Im Rahmen der Dorferneuerung sei eine Förderung von 50 Prozent möglich gewesen.


Eisbahn in Draisdorf

Im Draisdorfer Talweg stehe oft Wasser, berichtete Thomas Brückner. Wenn es gefriert, entstehe eine gefährliche Eisbahn. Der Zustand sei erst nach der Kanalsanierung aufgetreten. Storath versicherte, sich mit den Bauhofleuten darum zu kümmern.
Heinz Weiß, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, bat den Bürgermeister um Pläne, damit er sich informieren könne, wo Breitbandkabel verlegt werden.
Erneut wurde der Ruf nach einem Radweg zwischen Döringstadt und Eggenbach laut. Anneliese Wohnig wünschte sich den Weg insbesondere für Schulkinder. Bürgermeister Storath sah kaum eine Möglichkeit dort an der Kreisstraße, einen Radweg zu realisieren, da der Landkreis unter anderem den Bau eines Radweges vom Verkehrsaufkommen abhängig mache.
Der Vorschlag von Ortssprecher Thomas Brückner, in Draisdorf ein Buswartehäuschen zu bauen, werde geprüft, so der Bürgermeister.