von unserer Mitarbeiterin Monika Schütz

Bad Staffelstein — Ungewöhnlicher und hoher Besuch war am Dienstagvormittag in der Viktor-von-Scheffel-Realschule zu Gast. Mit Urkunde, Laudatio und einem dicken Scheck im Gepäck war der Ministerialbeauftragte der oberfränkischen Realschulen, Heinrich Hausknecht, im Direktorat eingetroffen. Noch wussten die jungen Redakteure der schuleigenen Zeitung "Der Springende Punkt" nicht, was sie erwartet.
Zum Schuljahresende hatten sie ihre Schülerzeitung im Ministerium vorgestellt, um am Wettbewerb der oberfränkischen Realschulen teilzunehmen. 28 Realschulen gibt es im Regierungsbezirk, zehn davon haben ihre Zeitung eingereicht. "Die anderen sind noch in der Findungsphase oder haben selbst nichts Druckreifes", freute sich Direktor Heinz Zech darüber, dass sich die Jury jetzt für den "Springenden Punkt" entschieden hatte. Jeden Mittwoch nach Schulschluss treffen sich die mitarbeitenden Jungs und Mädels im IT-Raum.

Umfrage lieferte Themen

Dort wird recherchiert, gegrübelt, beraten und diskutiert. "Unsere Themen überlegen wir uns meistens selbst, teilweise gibt es aber auch Anregungen von den anderen Schülern oder aus einer Umfrage, die wir deswegen gestartet haben", erklärt der Achtklässler Nikolas Brehm.
"Hilfreich zur Seite steht uns der Lehrer Andreas Herbst", ergänzt Schüler Johannes Geißen dorfer. Neu ist, dass das gut 60 Seiten starke Journal erstmals durchgehend in Farbe gedruckt werden konnte. 600 Exemplare liegen jeweils am Schuljahresende bereit und damit die Wartezeit dazwischen nicht zu lange dauert, haben die Jungredakteure sogar eine "Zwischeninfo" als Sonderausgabe herausgegeben.
Wer sind die neuen Lehrer, wie lange dauert der Umbau an der Schule noch an, was gibt es Neues aus der Ganztagsschule? Dies und vieles mehr ergänzt die jährlich einmal erscheinende Schülerzeitung. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis lässt bereits erahnen, wie vielseitig der "Springende Punkt" ist: Unterhaltung und Schulleben, gesellschaftsrelevante Themen und Freizeit - aber auch Interviews, Einladungen zu Wettbewerben und Infos zur Ausbildung fehlen nicht.
"Eure ausgewogene Mischung aus Interviews, Berichten und unterhaltenden Beirägen garantiert ein großes Lesevergnügen mit besonderer Note", lobte Heinrich Hausknecht die Zeitungsmitarbeiter im Lernstudio der Realschule. "Sorgfältige Recherche, altersadäquate sprachliche und stilistische Aufbereitung" und nicht zuletzt ein ansprechendes Cover und Layout überzeugte die Jury im Ministerium, so Hausknecht. Der "Springende Punkt" glänzt nicht nur durch die Qualität der Fotos, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass die Aufnahmen fast ausnahmslos selbst gemacht wurden. Das gefiel und reichte zum 1. Platz.

300 Euro Preisgeld

Jetzt durften sich die Realschüler nochmal freuen. Außer dem Lob gab es nämlich noch das Preisgeld: 300 Euro für das Schülerzeitungsprojekt - und dazu- und dabei schmunzelten nicht nur Rektor und Konrektor - eine Einladung zum Pizzaessen.
Für nächstes Jahr planen die jungen Redakteure, das Logo zu ändern und die Schulfarben mit ins Cover der Zeitung einzubringen.
Für das nächste Jahr ist aber auch von Seiten der Regierung etwas neues geplant: eine zweitägige Fortbildungsmaßnahme für Schüler und Lehrer in Kloster Banz. Möglich wird dies durch die Unterstützung der Oberfranken Stiftung und der Regierung Oberfranken.
Den zweiten und dritten Preis erhalten die Realschulen RS II in Bayreuth und die Realschule Scheßlitz.