"Wasser und Salz - Gott erhalt's", wünschte ein Teilnehmer des Preisausschreibens der Obermain-Therme. In der Wellness- und Genussregion am Obermain ist das nicht nur ein frommer Wunsch, kein bloßes Wortspiel, sondern durchaus ein Slogan mit tiefgründigem Wahrheitsgehalt.
Eine von den 85 Personen, die sich im vergangenen Jahr am Gewinnspiel der Obermain-Therme beteiligten, ist Gabriele Grünbeck aus Coburg. Sie hatte eine Foto-Collage eingereicht und gewann damit den ersten Preis. Ihre pfiffige Idee: Die Initialen auf den Bildern und im Text ergeben jeweils die Worte "Happy Birthday": "Heute gibt es was zu feiern, / Alle nach den Preisen geiern. / Party-Stimmung das ganze Jahr / Plus Aktionsangebote, istdoch klar. / Yeah! Let's Party, wir sind da und feiern mit euch auf 25 Jahr."

"Ein Bürger mit Visionen..."

Susanne Geiger aus Bad Staffelstein, die Zweitplatzierte, sandte ebenfalls eine Foto-Collage ein. Sie zeigte die Entwicklung der Obermain-Therme sowie der Stadt (Bad) Staffelstein in 13 Bildern von 1975 bis 2011 auf. Zudem schrieb sie Victor von Scheffels Frankenlied so um, dass die Reime zur Thermengeschichte passen. Neben ein Foto des damaligen Staffelsteiner Bürgermeisters Reinhard Leutner, dem federführenden Förderer der Therme, schrieb sie: "Es war einmal in Staffelstein ein Bürger mit Visionen. Ins Erdreich drang der Bagger ein; für alle sollt' sich's lohnen."

Sauna und Kurpark als Ergänzung

Die Eröffnung des Thermalbades 1986 kommentierte sie: "Die Sauna ist zwar etwas klein, nicht alle können sitzen; das alles soll bald anders sein, man kann gut in ihr schwitzen, valeri, valera..." Und für 1999 reimte sie: "Jetzt fehlt in diesem Mosaik ein Kurpark zum Flanieren, ihn baut man mit recht viel Geschick, vergisst nicht zu sanieren."
Eine sehr originelle Idee hatte der Basilikaorganist von Vierzehnheiligen, Georg Hagel: Er sandte auf CD einen "Orgelgruß" zum Jubiläum: "Vierzehnheiligen freut sich, der Therme zum 25. Geburtstag zu gratulieren" - ein Tusch aus vielen Orgelpfeifen und der Song "Happy Birthday" folgen. Die Orgeltöne ergänzte der Hobbypilot Georg Hagel mit einer Videosequenz aus dem Flugzeug: Die Therme aus der Vogelperspektive. Das ist ebenfalls eine kleine Anleihe bei Victor von Scheffels Frankenlied: "Ich wollt', mir wüchsen Flügel".
Doch auch viele andere Teilnehmer hatten phantasievolle Einfälle. Corinna Gebhardt aus Weißdorf modellierte zum Beispiel das Erlebnisbecken mit zwei Inselchen aus Gips und colorierte die Thermenlandschaft entsprechend. Anna Maria Dauer und Sebastian Lang aus Zapfendorf vergoldeten einen Aufgusslöffel und wünschten der Therme damit: "Go for Gold!" Sebastian Kling aus Dörfles-Esbach baute neun typische Szenen aus Therme und Wellnessbetrieb mit Legosteinen nach.

Erlebnisse in Reime gegossen

Und viele, viele Teilnehmer reimten: mal flüssiger, mal holpriger, mal auf Hochdeutsch, mal im Dialekt, mal Lustiges, mal Banales. Damit haben sie ihre Erinnerungen und Erlebnisse in und mit der Therme in Schriftform gegossen. Diana Geißen dorfer von der Obermain-Therme kündigt an, dass etliche der originellen Glückwunschadressen demnächst auf Facebook und/oder Youtube veröffentlicht werden.
Immer wieder tauchen Meerjungfrauen aus der Flut der Einsendungen auf. Nicht alles lässt sich eben aus Victor von Scheffels Frankenlied schöpfen in der "breiten, stromdurch glänzten Au". Müsste etwa das Frankenlied umgeschrieben werden? Vielleicht ist das ja eine Aufgabe für Texter und Musiker zum 50. Geburtstag der Therme im Jahr 2036. Etwa so: "Zum g'sunden Salz von Staffelstein komm' ich herbei gefahren, / macht's Wasser aus der Erd' den Körper fit, schafft einen Kopf, 'nen klaren. / Von Bamberg bis zum Grabfeldgau zur breiten, therm'durchglänzten Au, herbei kommt's Volk geschossen. Ich wollt', mir wüchsen Flossen, valeri, valera, valeri, valera, ich wollt', mir wüchsen Flossen."