Die alte Teichkläranlage im Altenkunstadter Ortsteil Zeublitz hat ausgedient. "Sie entspricht nicht mehr den Regeln der Technik und wird durch eine moderne Kleinkläranlage ersetzt", teilte Diplom-Ingenieur Klaus Zwirner beim Bürgergespräch am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus mit.


Gerüche nur am Anfang


"Kann es zu einer Geruchsbelästigung kommen?", wollte Gerlinde Schmidt wissen. "Gut funktionierende Anlagen verströmen keine unangenehmen Gerüche", antwortete der Fachmann. Zugleich gab er Zweitem Bürgermeister Georg Deuerling Recht, der festgestellt hatte: "Als Bauchtechniker hatte ich schon des Öfteren mit solchen Anlagen zu tun. In den ersten Wochen, bis die Reinigungsprozesse richtig angelaufen sind, kann es zu leicht unangenehmen Gerüchen kommen." Der Gemeinderat hatte im Februar grünes Licht gegeben.

Auch die Standortfrage wurde bei der Zusammenkunft von Bürgermeister Robert Hümmer mit den Einwohnern von Zeublitz geklärt. Anhand einer Karte zeigte Zwirner, dass die Anlage unweit der Ortsstraße "Zum Steinich", wo auch die alte Ortsverbindungsstraße in Richtung Strössendorf verläuft, errichtet wird. Auf Nachfrage von Michael Bornschlegel teilte Hümmer mit, dass nicht nur die Zeublitzer Bürger zur Kasse gebeten würden: "Wir werden Bescheide über Verbesserungsbeiträge an alle Grundstückseigentümer in Altenkunstadt verschicken."


Zwei Varianten für Kanalnetz


Der Schlamm, so Zwirner, werde einmal im Jahr entsorgt und die Anlage regelmäßig von Klärwärtern gewartet. Auch das Kanalnetz in Zeublitz soll erneuert werden. Zwei Möglichkeiten stehen zur Auswahl: Die beiden vorhandenen Kanäle (Bachverrohrung und Mischwasserkanal) ließen sich sanieren. Andererseits könnte man einen neuen Schmutzwasserkanal bauen und den bestehenden Mischwasserkanal für die Entsorgung des Regenwassers benutzen. Favorisiert wird letztere Möglichkeit. Warum? Zwirner lieferte die Antwort: "Der Aufwand, den verrohrten Bach zu sanieren und als Regenwasserkanal zu nutzen, ist größer, als wenn ich durch den Mischwasserkanal das Regenwasser entsorge."

Hümmer möchte mit der Erneuerung des Kanalnetzes auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Städtischen Werke Coburg (SÜC) hatten 2012 die Altenkunstadter Ortsteile an die schnelle Datenautobahn angeschlossen. Da Zeublitz über keinen eigenen Kabelverzweiger verfügt, gilt hier ein Tempolimit: Statt mit 50 kann hier nur mit zehn Megabit in der Sekunde gesurft werden. Doch das soll sich ändern. "Wir wollen die Chance nutzen und im Zuge der Errichtung des Schmutzwasserkanals Glasfaserkabel bis an alle Häuser mitverlegen", versicherte der Bürgermeister.

Die Quecksilberdampfleuchten haben in Altenkunstadt ausgedient und werden auf stromsparende LED-Leuchten umgestellt. Hümmer teilte mit, dass auch in Zeublitz und an der Trebitzmühle noch in diesem Jahr die neuen Lampen installiert werden.


Material ist belastet


Josef Schmidt sprach den schlechten Zustand des Feldwegs in Richtung Wolfsloch an. Deuerling betonte, dass die Jagdgenossen nicht für den Unterhalt aufkommen könnten. "Das Material, mit dem einst die Fuhre errichtet wurde, ist belastet", führte er als Grund an. "Wir werden uns eine Lösung einfallen lassen", so Hümmer.