Die vielen Gespräche und der umfangreiche Schriftwechsel zeigten Wirkung: Der barrierefreie Ausbau von fünf Bahnhöfen entlang der ICE-Neubaustrecke nördlich von Bamberg ist sicher. Darunter ist auch Ebensfeld. "Das freut mich besonders, weil die Arbeiten und Pläne in Ebensfeld schon weit fortgeschritten sind", sagt die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. Sie hatte die Gespräche federführend koordiniert und war als Mittler zwischen Kommunen und Ministerien unterwegs. Neben Ebensfeld sind auch noch Zapfendorf, Ebing, Breitengüßbach und Hallstadt mit im Boot. Hier - so lässt sich das Ergebnis ganz einfach zusammenfassen - wird der Bund die Kosten für den barrierefreien Ausbau übernehmen.

Es war ein simples Argument, das am Ende zog: Schon bisher gäbe es einen barrierefreien Zugang an den Bahnhöfen. Durch den Bau der zwei zusätzlichen Gleise wäre dies nicht mehr gegeben. Die Kommunen könnten das nicht tragen. Die finanziellen Belastungen seien für sie zu groß.

Der barrierefreie Ausbau war seit Monaten das größte Thema im Ort und wurde auch schon mehrfach im Marktgemeinderat diskutiert. Ob die Barrierefreiheit in Ebensfeld nun durch eine Rampe hinauf zum Bahnsteig oder eine Fahrstuhllösung kommen wird - das waren die beiden Alternativen, - steht noch nicht fest: "Das müssen die Bahnplaner entscheiden", sagt Emmi Zeulner. Beide Varianten sind etwa gleich teuer. Bei der Rampenlösung müssten Haltesignale versetzt werden. Bürgermeister Bernhard Storath favorisiert die Version mit der Rampe: "Sie ist von der Unterhaltung her günstiger." Er hoffe sehr, dass eine der beiden Lösungen nun auch tatsächlich umgesetzt wird: "Dann hat sich der Aufwand für uns auch gelohnt."

Im Juni hatte Emmi Zeulner die Bahnhöfe in Ebensfeld und Bad Staffelstein besucht. Auch in Bad Staffelstein ist sie ein Stück vorangekommen. Damit ein Bahnhof barrierefrei ausgebaut wird, zählen für den Freistaat Bayern nicht mehr nur das Alter der Anlage, ihr Zustand und die Fahrgastzahlen, sondern auch der tatsächliche Bedarf. Hier kann der Ort als Kurstadt punkten. "Nun müssen wir sehen, dass wir das auch auf der Ebene des Bundesverkehrsministeriums durchsetzen", sagt Emmi Zeulner.