Auf große Resonanz stieß das Kirchweihfest der Martin-Luther-Kirche. Zunächst erinnerte Pfarrer Ralph-Peter Zettler in einem gut besuchten Familiengottesdienst an die Weihe der Kirche im Jahr 1903 und betonte dabei, dass die damaligen Bauherren das Gotteshaus aus gutem Grund auf gutem Grund errichtet hätten.
Denn Jesus und sein Wort hätten ihnen Hoffnung und Zuversicht geschenkt. In einem Anspiel luden Cornelia Flach, Simon Croner, Iris Bormann und Claudia Kalkus Groß und Klein ein, sich Gedanken über die Grundlagen ihres Glaubens zu machen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Jugendchor Misstikalls unter der Leitung von Reiner Babucke und unter Begleitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann.
Danach begaben sich die Kirchweihbesucher ins Myconiushaus und labten sich an einer reich gedeckten Kaffeetafel im großen Saal. Dass St. Nikolaus der versammelten Gemeinde seinen Besuch abstattete, erfreute vor allem die Kinder und Jugendlichen, die sich die Zeit mit Bastelarbeiten vertrieben. Einen Höhepunkt erreichte das Kirchweihfest mit einem Konzert der Frauenklänge in der Martin-Luther-Kirche. Elf Sängerinnen unter der Leitung von Karin Dietz brachten zur Freude ihrer Zuhörer Weihnachtslieder zu Gehör. Dass das Weihnachtsfest in Neuseeland unter ganz anderen Umständen als hierzulande gefeiert wird und von warmen Temperaturen begleitet und in blühende Landschaften eingebettet ist, berichtete die Chorleiterin von einem Besuch auf der anderen Seite der Erde. So durfte der Weihnachtsgesang der Maori nicht im Programm fehlen. Gerne stimmte die Zuhörerschaft auch in das bekannte Spiritual "Kumbayah, my Lord" ein, das ursprünglich ein Appell der Afro-Amerikaner an Gott war, herzukommen und zu helfen.
Was wäre die Adventszeit ohne Lichter? Kerzen tauchen ihre Umgebung in ein warmes Licht. Und so ist Licht zu einem Symbol für Gott geworden, der allen Menschen Kraft gibt. Und so lautet auch der Auftrag an die Menschen im Advent, als kleine Lichter diese Welt heller und freundlicher zu machen. Dazu forderten die Sängerinnen ihre Zuhörer in dem Taize-Lied "Christus, dein Licht" auf. Und natürlich durfte auch die gesungene Bitte um himmlischen Frieden nicht fehlen, lateinisch gesungen in dem Lied "Dona nobis pacem". Nur mit einer Zugabe entließen das Publikum die "Frauenklänge" und drückten so ihren Dank für eine besinnliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest aus. Der Erlös Benefizkonzerts soll für die Bauarbeiten in Kirche und Gemeindehaus verwendet werden.