Ende März sollen die Bauarbeiten an der Coburger Straße und der Bahnunterführung losgehen, wenn es nach Bürgermeisterin Bianca Fischer (parteilos) geht. Bei der Hauptausschuss-Sitzung am Mittwochnachmittag stellte Jürgen Graßinger, Leiter des Stadtbauamtes, eine aktualisierte Kostenliste für dieses Projekt vor.
Bei der letzten Sitzung habe er die Kosten noch mit 1,5 Millionen Euro beziffert, nun seien Änderungen hinzu gekommen, weswegen diese nach oben korrigiert werden müssten, sagte Graßinger.

Zu den neuen Ausgaben zählen verschiedene Geländer wie zum Beispiel an der Brüstungsmauer oder an Treppen. Diese Geländer werden unter anderem aufgestellt, damit der Neubau auch behindertengerecht ist. Die geschätzten Kosten für die Geländer betragen insgesamt rund 68 000 Euro.

Verschiedene Posten

Hinzu kommen auch die Kosten für die Straßenbeleuchtung. Es sind zwar Straßenbeleuchtungen in der Coburger Straße vorhanden, diese seien aber nicht mehr zeitgemäß, sagte Graßinger. Die momentane Beleuchtung sei eine Ambiente beleuchtung.

Im neuen Beleuchtungsplan sind LED-Leuchten aufgeführt. Diese sollen die Straße auch attraktiver machen. Für die 30 oder 31 Leuchten, die geplant sind, werden rund 65 000 Euro veranschlagt. LED-Leuchten sind zwar teuerer, allerdings sieht es momentan so aus, als würden die Natriumdampflampen zeitnah von der EU verboten, weswegen sicherheitshalber LEDs installiert werden sollen. Vom Stil her sollen sie den Kastorleuchten in der Innenstadt gleichen. Allerdings gibt es auch hier noch keine Gewissheit, ob die Kastorleuchten mit LED von der EU zertifiziert werden.

Eine Ampelanlage muss für die Bahnunterführung ebenfalls gebaut werden, da dort die Fahrbahn verengt wird und die Unterführung dann nur einspurig befahrbar sein wird. Es gibt nur zwei Hersteller, die diese Ampel bauen könnten. Es liegt allerdings noch kein offizielles Angebot vor. Graßinger geht jedoch von rund 60 000 Euro für die Anlage aus. Rund zwölf Prozent der geplanten Kosten stehen anschließend dem Architekten noch zu. Dieser Betrag wird sich auf zirka 200.000 Euro belaufen.

Flexible Grundschule

Außerdem beratschlagte der Hauptausschuss noch über den Antrag der Grundschule Schney zur Teilnahme an der "Flexiblen Grundschule". Abgesehen davon, dass Dritter Bürgermeister Bernhard Christoph (Grüne) das Wort "unterstützen" hinterfragte, gab es keine Einwände. Bürgermeisterin Bianca Fischer bezeichnete das Projekt als "eine Art Notlösung zum Erhalt der Schule". Daraufhin stimmte der Hauptausschuss einmütig zu.