Fast etwas vergessen liegt es da: das alte Bahngelände an der Wöhrdstraße. Aus seinem Dornröschenschlaf will es die Bahn Anfang 2015 erwecken. Ein Neubau und rund 40 Arbeitsplätze sollen das Gelände am Lokschuppen wieder mit Leben füllen.

Der Bauausschuss der Stadt hat in seiner Sitzung am Dienstag seine Zustimmung zu dem Projekt gegeben. Insgesamt soll das Büro- und Werkstattgebäude 40 Arbeitsplätze beherbergen. Hinzu kommen zeitweise noch 20 weitere Arbeitsplätze, erklärt Jörg Schlegel, der Projektleiter der Planung für den Bahnbau. Aber nicht alle Arbeitsstellen werden neu geschaffen.

In dem Gebäude soll unter anderem die technische Betreuung der ICE-Strecke für die Bezirke Kronach und Bamberg untergebracht werden. Deshalb bündele die Bahn dort Stellen. Das heißt: Personal aus Kronach und Bamberg wird in dem neuen Komplex zusammengezogen.

Noch keine genauen Zahlen

Wie viele wirklich neue Arbeitsplätze letztendlich geschaffen werden, können die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Dennoch ist der Neubau an der Wöhrdstraße eine gute Nachricht für Lichtenfels. So war zumindest der Grundtenor bei den Mitgliedern des Bauausschusses. Positiv bewertet das Gremium die kurvenförmige Architektur des geplanten Neubaus. Damit passe er sich an den bestehenden Lokschuppen (Bahnbetriebswerk) an.

Bevor jedoch das etwa 80 mal 15 Meter große Gebäude in Bogenform entstehen kann, kommen die Abrissbagger: "Es werden alte, leer stehende Gebäude auf dem Gelände abgerissen", sagt Günther Müller von der städtischen Bauverwaltung. Der Lokschuppen bleibt erhalten Die Lichtenfelser müssen keine Angst um den Lokschuppen haben. Das von der Bahn als Museum genutzte Gebäude bleibe bestehen. Es stehe ohnehin unter Denkmalschutz, sagt Jörg Schlegel.

Läuft alles nach Plan, sollen die Abrissarbeiten im Februar 2015 beginnen. Mit der Fertigstellung rechnet Jörg Schlegel Ende nächsten Jahres. Bis auf den Werkstattbereich wird das Gebäude zweistöckig gebaut.