Von einem kleinen Käuzchen bis zum stattlichen Hirsch reichten die Ziele. An jeder Station wartete beim 3D-Bogenturnier in unterschiedlicher Entfernung ein Tier - aus Hartschaumstoff. 26 Gruppen, meist mit sechs Teilnehmern, verteilten sich über 28 Stationen.
In einer Gruppe befand sich ein sehr engagiertes Dreier-Team aus Priesendorf. Der 24-jährige Philipp Funk erklärte seine Leidenschaft für das Bogenschießen so: "Das Schießen mit Pfeil und Bogen hat mich schon als kleiner Steppke gereizt, so dass ich selbst einfache Bögen gebastelt und damit geschossen habe. Auch war ich immer von mittelalterlichen Filmen begeistert, in denen diese Geräte zum Einsatz kamen. Als ich dann von dem heimatlichen Bogenverein Fubas e. V. erfuhr, bin ich ihm sofort beigetreten. Schon nach dem ersten Probetraining war ich Feuer und Flamme für diese Sportart", fährt er fort. Bald überzeugte er auch seinen Vater Alfred mit den Worten: "Da bist du viel an der Luft, hast viel Bewegung und musst Dich nicht groß anstrengen." Wobei das Letztere natürlich nicht ganz stimmte, denn wenn man an 28 Stationen bis zu dreimal den Bogen spannen und zielen muss, bedeutet dies schon eine gehörige Kraftanstrengung.

Freundschaftliche Atmosphäre

Seine Freundin konnte er zwar nicht als aktive Schützin gewinnen, aber sie begleitet ihn regelmäßig bei den Turnieren und notiert offiziell die Ergebnisse seiner Schießgruppe.
Der junge Werkzeugmacher ist technisch sehr talentiert und setzt seine Pfeile auch selbst zusammen. Auch sein Vater Alfred unterstreicht dessen handwerkliches Geschick, indem er voller Stolz seinen wunderschönen Lederköcher zeigt, den sein Sohn in mehrtägiger Arbeit so filigran fertigte, wie es kein Fachmann hätte besser machen können.
Auch wenn es diesmal für Phi lipp Funk nicht so gut klappte wie vor zwei Jahren, als er in der Klasse Langbogen siegte, so durfte er mit einem 9. Platz unter den vielen Teilnehmern auch zufrieden sein, während sein Vater mit dem 36. Platz unter 59 Teilnehmern seiner Recurve-Klasse ebenfalls nicht enttäuschte. Schließlich ist der ganze Wettkampftag in einer freundschaftlichen Atmosphäre für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.
Die achtjährige Maja aus Oberreichenbach bei Herzogenaurach, die in einer anderen Gruppe mit ihrem Vater startete, dürfte wohl die jüngste Teilnehmerin gewesen sein. "Dies ist heute mein erstes Turnier, und ich schieße auch zum ersten Mal mit einem Recurve-Bogen, nachdem ich bisher mit einem Langbogen trainierte", erklärt die junge Dame zwar unaufgeregt, aber doch voller Erlebnisdrang. Die meisten Teilnehmer, die sich sehr positiv über den Parcours äußerten, waren sehr versierte Schützen, die ausgezeichnete Schießleistungen vollbrachten, so dass Bogenreferent Günter Schuhmann mit seinem Organisationsteam von der Bogenabteilung rundum zufrieden sein konnte, zumal auch das Wetter mitspielte und somit optimale Bedingungen herrschten.

Einer kam aus Niedersachsen

Am Nachmittag fand sich dann die große Schützengemeinschaft im Schützenhaus zur Siegerehrung ein. Dabei bedankte sich Günter Schuhmann auch beim Jagdpächter für die Erlaubnis zur Nutzung des Geländes, bei den Werdenfelsern für die Überlassung der Räumlichkeiten und der Parkplätze am Roten Hügel und bei seinen Kameraden von der Bogenabteilung für deren Einsatz. Besonders erfolgreich waren die Schützen von BH Rossach, die mehrere Einzelsiege errangen. Der gebürtige Lichtenfelser Uwe Zitterbarth war sogar aus Niedersachsen zum 3D-Bogenturnier angereist.